ÖGJ-Eder: Lehrstellen schaffen statt tanzen gehen, Herr Bundeskanzler!

Zahl der Lehrstellensuchenden um 14 Prozent gestiegen

Wien (ÖGJ/ÖGB) - "Während Bundeskanzler Schüssel Wahlkampf-Veranstaltungen für Lehrlinge in Großdiscos organisiert, steigt die Zahl der Lehrstellensuchenden immer weiter", kritisiert der Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ); Jürgen Eder. Ende Februar 2006 waren 5.215 Jugendliche erfolglos auf der Suche nach einer Lehrstelle - um 13,86 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. "Schüssel muss endlich Lehrstellen schaffen anstatt DJs zu organisieren", so Eder.++++

Dabei haben diejenigen Jugendlichen, die einen der raren Lehrstellen gefunden haben, allen Grund zum Feiern. "Die Politik der Bundesregierung sollte sich aber um diejenigen kümmern, die ohne Ausbildungsplatz dastehen", so Eder: "Dazu brauchen wir den längst überfälligen Ausbildungsfonds, über den auch die Ausbildungsverweigerer unter den Betrieben zur Finanzierung der Ausbildung der für die selbst wichtigen Fachkräfte beitragen. Mit Förderungen für UnternehmerInnen wie dem Blum-Bonus allein wird die Lehrstellenkrise nicht wegzubringen sein."

Als Sofortmaßnahme fordert die ÖGJ die Ausweitung des Angebots in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen. Mindestens 10.000 Plätze nach dem Jugendausbildungs-Sicherungsgesetz sind notwendig, so Jürgen Eder. 4.000 Plätze davon müssen bei Stiftungen und überbetrieblichen Lehrwerkstätten angesiedelt sein, wo Zukunftsberufe über die gesamte Lehrzeit ausgebildet werden. Für die kommenden Jahre befürchtet Eder eine Vergrößerung der Lehrstellenlücke, weil dem sinkenden Lehrstellenangebot eine jährlich steigende Anzahl von Jugendlichen gegenübersteht. (fk)

ÖGB, 2. März 2006 Nr. 137

Rückfragen & Kontakt:

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Florian Kräftner
Tel.: (++43-1) 534 44/290 DW
Fax: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0006