FPÖ: Verordnung zu Schwerarbeiterregelung ist Hohn für ASVG-Pensionisten

Hofer: Verfassungsgerichtshof wird Regelung kippen

Wien (OTS) - Die FPÖ erneuert anläßlich des heute vorgesehenen Beschlusses über die Verordnungen zur sogenannten Schwerarbeiterregelung ihre Kritik am neuen Gesetz. Die entsprechende Schwerarbeiter-Verordnung für Beamte sieht vor , daß 85 Prozent der Exekutivbeamten in die Regelung fallen, während bei ASVG-Pensionisten die Schwerarbeiterpension nur in homöopathischen Dosen gewährt wird.

Norbert Hofer: "Die Verordnung betreffend die Exekutivbeamten, die sich im Außendienst mit Verbrechern herumschlagen müssen, ist völlig in Ordnung. Daß man aber schwer arbeitende ASVG-Versicherte wieder einmal benachteiligt, ist schlichtweg eine Schweinerei."

Hofer geht davon aus, daß der Verfassungsgerichtshof die Regelung zu Fall bringen wird. Grund dafür wird auch sein, so Hofer, daß lediglich die letzten 20 Berufsjahre für die Einstufung als Schwerarbeiter herangezogen werden.

Hofer: "Wenn jemand von seinem 15. bis zu seinem 49. Lebensjahr beispielsweise am Hochofen oder beim Autobahnbau Schwerstarbeit geleistet hat und ab dann als Maurer am Bau beschäftigt war, gilt er nicht als Schwerarbeiter und muß bis zum 65. Lebensjahr auf der Baustelle weiterarbeiten. Das ist schlichtweg schwachsinnig. Das ist ein Gesetz, daß sich Beamte und eine Sozialministerin am grünen Tisch ausgedacht haben. Die Herren Hofräte und Frau Haubner als Handarbeitslehrerin haben offenbar keine Ahnung von Schwerarbeit."

Die FPÖ kritisiert auch die vorgesehenen Abschläge für Schwerstarbeiter: "Wer tatsächlich Schwerstarbeit geleistet hat, der hat mit einer dramatisch niedrigeren Lebenserwartung zu rechnen und soll mit 60 ohne Abschläge in Pension gehen können."

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