GLOBAL 2000-Aktion: EU-Verkehrspolitik in der Sackgasse

GLOBAL 2000 hängt Stopp-Schild für LKW auf Tagungsgebäude - Sicherheitsverbesserungen für die Opfer abseits der Straße gefordert - Neue Tagesordnung überreicht

Bregenz/Wien (OTS) - Die österreichische Umweltorganisation GLOBAL 2000 kritisiert anlässlich des heute beginnenden Verkehrsministerrats die Verkehrspolitik der EU und überreicht den EU-Verkehrsministern eine ökologisch und gesundheitsorientierte Tagesordnung für das Gipfeltreffen. GLOBAL 2000 hat das Tagungsgebäude mit Kletterern bestiegen und mit einem 40 Quadratmeter großen Stopp-Schild für LKW versehen. Die Aktion ist von der Polizei gewaltfrei beendet worden. "Die EU-Verkehrspolitik steckt in der Sackgasse und weiß keinen Ausweg aus der zunehmenden Belastung der Umwelt und Gesundheit durch den Straßenverkehr. Es ist bezeichnend, wenn die Verkehrsminister jetzt über Sicherheitsverbesserungen auf der Straße streiten, aber für die Opfer abseits der Straße keinen Finger rühren. Deshalb fordern wir mit unserer Aktion, dass die negativen Umwelteffekte des Straßenverkehrs umgehend auf die Tagesordnung des EU-Gipfels gesetzt werden", so Karin Kuna, Verkehrsreferentin von GLOBAL 2000.

"In Europa sterben jährlich 350.000 Menschen an Feinstaub, mitverursacht durch den Straßenverkehr. Zusätzlich ist der zunehmende Straßenverkehr für einen großen Teil der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Wir fordern die Verkehrsminister auf, sich diesen Herausforderungen zu stellen und endlich eine Strategie vorzulegen, wie dieses europäische Problem gelöst werden soll."

Gerade das Alpenland Österreich ist als Transitland besonders von der Verkehrslawine betroffen. "Das müsste Verkehrminister Gorbach eigentlich als Auftrag verstehen, für die Interessen von Österreichs Bürgerinnen und Bürgern einzutreten. Stattdessen prolongiert er die Misere der fehlgeleiteten Verkehrspolitik und ignoriert als österreichischer Vorsitzender die längst überfällige Ratifizierung des Transportprotokolls der Alpenkonvention durch den Verkehrsministerrat. Gorbach hätte als einladender Minister ebenso die Möglichkeit gehabt, das Thema Gesundheit und Umweltauswirkungen des Straßenverkehrs auf die Agenda zu setzen", empört sich Kuna. Beim Gesundheitsproblem "Straßenverkehr" muss dringend die Notbremse gezogen werden. Die geplanten Straßen durch Europa, die so genannten "TEN-Strecken", müssen neu evaluiert werden. Denn in die bisherigen Berechnungen fließen keine Folgekosten durch Gesundheits- und Umweltschäden ein.

"Es ist eine glatte Themaverfehlung, wenn die Verkehrsminister der EU das Thema Umwelt und Gesundheit vollständig ausblenden", so Kuna abschließend.

Bilder von der Aktion unter www.global2000.at

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