Bures: Nimmt Grasser neuerlich Sondergenehmigungen in Anspruch?

Grassers geplante Anmietung einer Luxuswohnung höchst aufklärungsbedürftig

Wien (SK) - In "hohem Maße aufklärungsbedürftig" ist für SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures die von Finanzminister Grasser geplante Anmietung einer Luxuswohnung in der Wiener Innenstadt. Laut einem Bericht der "Presse" plane Grasser, das Dachgeschoss des besagten Hauses auszubauen, wofür er aber die Genehmigung des Bundesdenkmalamtes brauche. Angeblich solle der Ausbau auch schon genehmigt worden sein und sollen für Grasser Ausnahmen beim strengen Denkmalschutz gemacht worden sein. In dieses Bild passe auch, dass die der "Presse" zufolge als "restriktiv" geltende Wiener Denkmalamts-Leiterin mit dem Antrag von Grasser gar nicht betraut wurde, obwohl sie sonst angeblich jährlich Dutzende ähnliche Anträge prüft, so Bures. Die Angelegenheit werde laut "Presse" nun vom Präsidenten des Bundesdenkmalamtes betraut, das Denkmalamt untersteht wiederum Grassers Ministerkollegin Gehrer. ****

"Sollte der Artikel in der 'Presse' den Tatsachen entsprechen, dann würde dies erneut belegen, dass Vorschriften, die für alle gelten, für Grasser offenbar keine Gültigkeit haben und Grasser nicht zum ersten Mal Sondergenehmigungen für sich in Anspruch nimmt", hielt die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. Bures erinnerte in dem Zusammenhang an die Homepage- und Spendenaffäre oder den erst vor kurzem publik gewordene Versuch Grassers, einen Bauerhof in Kitzbühel anzumieten. Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin erwartet sich jedenfalls eine umgehende Stellungnahme von Finanzminister Grasser in dieser Angelegenheit und zu den in der "Presse" erhobenen Vorwürfen. (Schluss) ps

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