Swoboda bei Foltinek-Symposium: Durch Gehrers "Murkserei" sind Weichen in der Bildung falsch gestellt

"Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen ganz entscheidend für Zukunft der Menschen"

Wien (SK) - Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen seien
"ganz entscheidend für die Zukunft der Menschen", betonte Hannes Swoboda, SPÖ-EU-Abgeordneter und Geschäftsführer der SPE-Fraktion im Europaparlament, am Freitagnachmittag anlässlich des ersten Dr. Karl Foltinek-Symposiums im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema "Zukunftsorientierte Ansätze für gesellschaftliche Lernprozesse". Bildungspolitik dürfe sich nie nur auf die Elite kaprizieren, so Swobodas Plädoyer für eine "möglichst in die Breite gehende Allgemeinbildung". Der SPÖ-EU-Abgeordnete und Bundesbildungsvorsitzende der SPÖ übte auch harsche Kritik an Ministerin Gehrer: Sie habe einen "Murks nach dem anderen" zu verantworten, zudem seien "alle ihre Entscheidungen in der Bildungspolitik an mangelnder persönlicher Kompetenz gescheitert" -mit dem traurigen Ergebnis, dass die "Weichen in der Bildung falsch gestellt sind". An der von Cornelia Ehmayer (Stadtpsychologin) moderierten Veranstaltung nahmen weiters teil: Gerhardt Kapner (Kunstsoziologe), Ingrid Smejkal (Vizebürgermeisterin a.D.), Gudrun Biffl (Wissenschaftlerin am WIFO), Walter Schwaiger (polycollege) sowie Franz Nahrada (Zukunftsforscher). ****

Klar sei, dass in Österreich gegenwärtig "ganz sicherlich zu wenig Geld für Bildung, aber auch für Forschung und Entwicklung ausgegeben wird", unterstrich Swoboda in Ergänzung seines Befundes, dass die Weichen in der Bildungspolitik in Österreich derzeit falsch gestellt seien. Bildung müsse beispielsweise für mehr Gleichheit sorgen, zudem sollten sich die einzelnen Bildungsinstitutionen untereinander vernetzen, strich Swoboda heraus. Es sei bedauerlich, dass viele junge ForscherInnen Europa verlassen, um in den USA tätig zu sein, nur weil sie dort "viel früher selbstständig arbeiten können als bei uns", so Swoboda, der hervorhob, dass Europa so indirekt die USA subventioniere. Er plädiere für einen möglichst breit gefächerten Bildungsbegriff, so Swoboda mit Blick darauf, dass Bildung sowohl die "höchste Qualität in Form universitärer Ausbildung" vermitteln müsse, aber auch jenen "Hilfe zur Selbsthilfe" geben müsse, die etwa Schwierigkeiten mit Bewerbungsgesprächen oder Formularen hätten.

Gerade vor dem Hintergrund der zu beklagenden Rekordarbeitslosigkeit müsse man jenen helfen, die "fundamentale Schwierigkeiten haben, wieder in den Arbeitsbereich einzusteigen", forderte Swoboda mit Verweis darauf, dass hier Weiter- und Ausbildung direkt am Arbeitsmarkt ansetzen müssen. Der SPÖ-EU-Abgeordnete merkte weiters an, dass die Arbeitslosigkeit in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten unterschiedlich stark ausgeprägt sei. So stünden vor allem jene Länder (Dänemark, Schweden) besser da, wo "versucht wird, die Selbstständigkeit der Menschen mit einem starken sozialen Netz" in Zusammenhang zu bringen, erläuterte Swoboda, der sich für eine "aktive Arbeitsmarkt-Begleitung" aussprach. Man müsse eine Art "gesellschaftlicher Neugier propagieren", so dass Bildung einen "befriedigenden, nicht einen belastenden Effekt" bekommt, unterstrich der SPÖ-EU-Abgeordnete abschließend. (Schluss) mb

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