Schasching und Heinzl: Kurswechsel auch in der Bildungspolitik notwendig

Steinzeitpädagogik à la Gehrer muss der Vergangenheit angehören

Wien (SK) - "Die Diskussion im Vorfeld des Unterrichtsauschuss zum Thema 'Pädagogische Akademien' hat sehr deutlich gezeigt, wie dringend notwendig ein Kurswechsel auch in der Bildungspolitik ist", betonten SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching und SPÖ-Abgeordneter Anton Heinzl am Freitag. Während die SPÖ mit ihrem Konzept der Pädagogischen Hochschule ein neues Modell präsentiert hat, das mit der Einbindung der Ausbildung der KindergartenpädagogInnen auf europäischem Niveau eine enorme Verbesserung und Aufwertung für den Standort St. Pölten bedeuten würde, wolle ÖVP-Abgeordneter Brader alles so belassen, wie es ist. "Damit ist klar erwiesen, dass die ÖVP das Kaputtsparen im Bildungswesen unbeirrt fortsetzen will", kritisieren Schasching und Heinzl. ****

Im Rahmen der heutigen Sitzung des Unterrichtsausschuss warf Schasching ÖVP-Abgeordneten Brader vor, dass er das Konzept der SPÖ offenbar nicht genau gelesen oder einfach nicht verstanden habe -anders könne sie sich die Kritik Braders nicht erklären. Denn, so die SPÖ-Abgeordnete gegenüber dem SPÖ-Pressedienst, sie könne sich nicht vorstellen, dass Brader tatsächlich die Arbeitsplatzchancen der jungen Absolventinnen und Absolventen aus St. Pölten untergraben wolle.

Der SPÖ geht es jedenfalls vor allem um eine Höherqualifizierung der Kindergartenpädagoginnen, unterstrichen Schasching und Heinzl. Elementare Bildung, also Bildung bereits im Vorschulalter, ist aus Sicht der SPÖ von großer Bedeutung. Daher will die SPÖ ihr Modell der Pädagogischen Hochschule, die die KindergärtnerInnen mit einbezieht, auch umsetzen. "Nur wenn alle pädagogischen Berufe gemeinsam betrachtet, beachtet und ausgebildet werden, ist à la longue eine Durchlässigkeit des Systems und die Möglichkeit zur innovativen strukturellen Veränderung gegeben. Eine Steinzeitpädagogik à la Gehrer muss endlich der Vergangenheit angehören", so Schasching, die abschließend vorschlug, Ministerin Gehrer zu Direktor Seipel ins Kunsthistorische zu stecken. "Denn dort können ihre Konzepte in Zukunft dann nur mehr abgestaubt werden, aber niemand wird mehr drunter leiden", sagte die SPÖ-Abgeordnete abschließend. (Schluss) ps

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