Schwarzarbeit: Grasser soll bei den Fakten bleiben und Wortspiele beenden

KIAB muss ausgebaut und gestärkt, nicht aufgelöst werden

Wien (GMT/ÖGB) - "Auch wenn Herr Grasser mit billigen Wortspielen in die Trickkiste greift, Fakt bleibt: Durch die geplante Auflösung der Kontrolle illegaler Arbeitnehmerbeschäftigung wird die Bekämpfung von Schwarzarbeit in Zukunft schwieriger und weniger effizient, ob er das nun Umstrukturierung, Überführung oder sonst wie nennt", sagt Franz Riepl, Zentralsekretär der Gewerkschaft Metall -Textil (GMT) zu Grassers Reaktion auf die Enthüllungen durch die GMT.++++

In seiner Reaktion auf die Vorwürfe der Gewerkschaft lässt Grasser ausrichten, die Kontrolle werde in Zukunft schlagkräftiger und effizienter. "Nach den Gesprächen mit mehreren Beschäftigten der KIAB wird genau das Gegenteil der Fall sein", so Riepl. "Jetzt haben sie die Möglichkeit, koordiniert, rasch und im ganzen Bundesgebiet vorzugehen. Wenn die Pläne des Ministers umgesetzt werden, wird diese koordinierte Vorgangsweise verloren gehen. Es wird dann mehr Zeit für bürokratische Abläufe brauchen, als für effiziente Kontrollen."

Riepl weiter: "Wenn Grasser schon nicht auf die Gewerkschaften hören will, dann soll er doch bitte die eigenen Beschäftigten ernst nehmen. Sie wissen wohl am Besten, wie sie effizient arbeiten können, weil sie das seit vier Jahren erfolgreich tun." Die GMT bleibt daher bei ihren Forderungen: keine Auflösung, sondern Aufwertung der KIAB durch mehr Personal und verbesserte Koordinierungsaufgaben.

Auflösungspläne in den Reißwolf

"Gerade jener Finanzminister, der so erpicht auf ein ausgeglichenes Budget ist, muss doch größtes Interesse daran haben, die Steuer- und Abgabenhinterziehung, die mit Schwarzarbeit einhergeht, einzudämmen." Riepl fordert den Finanzminister auf, den Plan zur Auflösung der KIAB in den Reißwolf zu werfen und den sehr engagierten, aber inzwischen auch sehr besorgten Beschäftigten der KIAB auch in Zukunft die effiziente Bekämpfung von illegaler Beschäftigung zu ermöglichen.

ÖGB, 24. Februar 2006 Nr. 121

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