SP-Ludwig zu GA-Korun: Weitere Quoten schwächen die Frauenquote

An der Wiener Integrationspolitik führt kein Weg vorbei

Wien (SPW-K) - "Die Forderung nach einer vorgeschriebenen MigrantInnenquote für die Stadt Wien durch Gemeinderätin Korun geht in die falsche Richtung. Aus politischen Gründen steht die Wiener SPÖ nicht dafür zur Verfügung, weitere Quoten einzuführen. Jede weitere Quote führt dazu, das Instrument der Frauenquote in seiner Einzigartigkeit zu schwächen", erklärte die Frauensekretärin der Wiener SPÖ-Frauen, LAbg. Martina Ludwig am Freitag in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien. Die Stadt Wien arbeite mit dem Instrument Diversitätsmanagement stetig daran, die Kompetenzen ihrer MitarbeiterInnen - Sprache, interkulturelle Kompetenz etc. - zu erkennen, zu fördern und im Sinne der KundInnen der Stadt einzusetzen, so Ludwig.

An der Wiener Integrationspolitik führe kein Weg vorbei, setzte Ludwig fort. Erst im Jahr 2005 seien die jährlichen Deutschkursplätze im Rahmen der Wiener Sprachoffensive auf 6.000 verdoppelt worden. Ein weiterer Baustein der Wiener Integrationspolitik: Auch der Bildungsplan für Kindergärten setze einen Schwerpunkt im Bereich Integration.

Die Niederlassungsbegleitung von NeuzuwanderInnen durch die Stadt funktioniere, so die SP-Politikerin, hervorragend: Komplett überarbeitet seien erst kürzlich die Willkommensmappen der Stadt Wien worden. Diese erhalten ZuwanderInnen beim Erstkontakt mit dem Wiener Magistrat. In übersichtlicher Weise wird zweisprachig - neben Deutsch in den Sprachen Albanisch, Arabisch, Bosnisch, Englisch, Französisch, Kroatisch, Serbisch, Türkisch und Russisch - alles Wissenswerte und Lebensnotwendige für NeuzuwanderInnen dargestellt. Mit der aktuellen Neuauflage wurde der Umfang auf 100 Seiten erweitert.

Seit 1. Januar sei die MA 20 die zentrale Einwanderungsbehörde für Wien. Um die rund 7.000 Akten, die seitens der Fremdenpolizei übergeben wurden, rasch und in der gewohnten Servicequalität bearbeiten zu können, wurden 33 neue Dienstposten in der MA 20 geschaffen, von diesen neuen hätten 15 MitarbeiterInnen eine andere Muttersprache als Deutsch, stellte Ludwig klar.

Erst Anfang der Woche habe die Wiener Integrationsstadträtin Sonja Wehsely das neue Magazin "Welt & Stadt" vorgestellt. Das beliebte Magazin "Wien - Dem Zusammenleben Chancen geben" wurde überarbeitet und erscheint demnächst mit neuem Titel, neuem Layout und neuem redaktionellen Konzept. Der neue Titel "Welt & Stadt" wurde gewählt, um die kulturelle Vielfalt in der Stadt adäquat abzubilden. Schon in der bisherigen Zeitung wurden relevante Infos auf einer Seite kompakt in mehrere Sprachen übersetzt angeboten. Das neue Layout gewährleistet, dass wichtige Informationen direkt zum Artikel in den Sprachen Bosnisch, Englisch, Kroatisch, Serbisch und Türkisch hinzugestellt werden.

"Auch wenn Frau Korun das natürlich nicht gerne in der Öffentlichkeit sagt: Die Wiener Integrations- und Diversitätspolitik ist vorbildhaft. Die geforderte Quote für MigrantInnen ist nichts weiter als aktionistischer Übermut", schloss Ludwig. (Schluss)

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