Moser: Verkehr killt Kyoto - Gorbach u. Pröll ruinieren Klimaschutz

Grüne fordern Masterplan 'Verkehrswende'

Wien (OTS) - "Die geplante Fahrrad-Aktion von BM Pröll wird den eklatanten Anstieg der Treibhaus-Emissionen des Verkehrs von plus 88 Prozent zwischen 1990 und 2004 und weitere Verkehrszunahmen nicht einbremsen", kritisiert die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser. Sie fordert angesichts der verheerenden Kyoto-Daten eine völlige Kehrtwendung in der Verkehrspolitik: Erhöhung der LKW-Maut, Kostenwahrheit im motorisierten Verkehr, verpflichtender Dieselfiltereinbau bei LKW und Bussen, massiver Ausbau des öffentlichen Verkehrs, umfassende Verbesserungen beim Bahnangebot an die PendlerInnen, Mobilitätsmangement in Betrieben, ökologische Raumordnung statt Streusiedlungen, Masterplan Fahrrad nach deutschem und niederländischem Vorbild - um nur die wichtigsten Punkte zu nennen. "Um das Kyoto-Ziel tatsächlich zu erreichen, müssten die Emissionen ab sofort um mindestens drei Prozent pro Jahr sinken", so Moser. Dem Trend bei den Emissionen im Verkehrsbereich, die 2004 um 2,3 Prozent angewachsen seien, könne nur durch einen Masterplan 'Verkehrswende' für alle Gebietskörperschaften begegnet werden. "Jährlich über eine Milliarde in hochrangigen Straßenbau zu investieren killt Kyoto. Wir brauchen endlich zusätzlich 100 Millionen Euro pro Jahr für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs", fordert Moser. Mit Tempo 160 und einem unwirksamen Feinstaubgesetz habe die Bundesregierung einen weiteren Schritt gegen Kyoto, anstatt dafür, gesetzt.

"Gorbach und Pröll müssen sich endlich von der Straßenbau-Lobby verabschieden, sonst vernichten die Verkehrsemissionen alle Anstrengungen zur Erreichung des Kyoto-Ziels im Industrie- und Heizbereich",schließt Moser.

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