Grüne Wien: Diskriminierung der SchülerInnen wird prolongiert

Jerusalem: Wiener Schulgesetz ist demokratisch antiquiert

Wien (OTS) - "Die SchülerInnen sollten genauso wie die anderen Schulpartner mit beschließender Stimme im Kollegium des Stadtschulrates vertreten sein", fordert die Schulsprecherin der Grünen Wien, Gemeinderätin Susanne Jerusalem. Leider werde am Montag in der Landesregierung eine Novellierung des Wiener Schulgesetzes beschlossen, das die Diskriminierung der SchülerInnen prolongiere. Jerusalem zeigt sich verärgert darüber, dass sich der politische Wille, die Mitbestimmungsrechte der SchülerInnen zu stärken auf verbale Stellungnahmen bei Podiumsdiskussionen reduziere: "Die Erwachsenen klammern sich an die Macht", so Jerusalem, die Entwicklung in Richtung Demokratie verlaufe im Zeitlupentempo und sei mit freiem Auge gar nicht mehr wahrnehmbar.

Die seit nunmehr Jahrzehnten verwendete Ausrede bestehe darin, dass die SchülerInnen auf Grund ihres Alters nicht in den Gemeinderat wählbar seien. "Stimmt", so Jerusalem, "genau in diesem Punkt muss man das Gesetz eben ändern". Die Schwerfälligkeit der Entscheidungsträger sei jedenfalls nur noch mit Angst vor den SchülerInnen erklärbar, denen tatsächlich zugetraut werden könnte, nicht jeden parteipolitisch bedingten Unsinn mitzutragen.

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