Grillitsch: Leader-Programm bringt deutliche Impulse für den Arbeitsplatzmotor Ländlicher Raum

5000 neue und abgesicherte Jobs bis 2013 als Ziel

Wien, 24. Februar 2006 (ÖVP-PK) "Die Mittelaufstockung im Bereich des Leader-Programms muss dazu verwendet werden, deutliche Impulse für den Arbeitsplatzmotor Ländlicher Raum zu geben. Es müssen für die Bäuerinnen und Bauern neue Einkommensmöglichkeiten geschaffen werden und so die Einkommen nachhaltig abgesichert werden", sagte heute, Freitag, Bauernbund-Präsident Abg.z.NR Fritz Grillitsch im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Almenland-Obmann Ernst Hofer. ****

"Die rund 50 Millionen Euro, die im Bereich Leader künftig pro Jahr zur Verfügung stehen, sind eine gute Grundlage dafür, die Wertschöpfung in der Region und die Wertschätzung für die Region zu steigern", so Grillitsch, der betonte, dass in der abgelaufenen Periode 2000 bis 2006 über 1000 Arbeitsplätze durch das Leader-Programm neu geschaffen worden seien. "Dazu kommen noch zahlreiche Jobs, die mit diesen Arbeitsplätzen zusammen hängen und abgesichert werden konnten. Das ambitionierte Ziel für die neue Periode: 5000 neue und abgesicherte Jobs durch Leader."

Zu diesem Zweck forderte der Bauernbund-Präsident die Forcierung guter und sinnvoller Kooperationsprojekte zwischen der Land- und Forstwirtschaft und den Bereichen Wirtschaft, Tourismus und Gewerbe. "Die Land- und Forstwirtschaft steht diesen Bereichen als Partner gerne zur Verfügung. Eines ist aber klar: Alle wirtschaftlichen, sozialen und arbeitsmarktpolitischen Probleme der ländlichen Regionen lassen sich nicht alleine mit dem Agrartopf lösen."

Die Öffnung für andere Förderwerber außer landwirtschaftliche (beispielsweise Gebietskörperschaften, Vereine oder Projektträger) sei zu begrüßen. Aber: "Die österreichische Ausgestaltung des Programms muss dennoch klare agrarische Impulse bringen", betonte Grillitsch. Diese Impulse sollten folgende Punkte umfassen: die Bereitstellung alternativer Energie aus Biomasse- und
Biogasanlagen, den landwirtschaftlichen Tourismus ("Urlaub am Bauernhof"), kommunale und soziale Dienstleistungen wie etwa die Kinder- und Altenpflege, die Verbesserung der Vermarktung, den Wegebau und die Erhaltung wertvoller Landschaftselemente sowie Flurbereinigung. "Innovative Landwirte haben damit die Chance, zukunftsorientierte Ideen und Konzepte über die Schiene Leader umzusetzen", so Grillitsch weiter.

In der für 2007 vorgesehenen Neuausschreibung der Leader-Regionen sieht der Bauernbund-Präsident eine Chance: "Es liegt an den Beteiligten in der Region, ihre Möglichkeiten zu erkennen, sich als Leader-Region zu bewerben und dann sinnvolle Projekte einzureichen. Ich sehe hier durchaus Potenzial, dass in der neuen Periode zu den mehr als 1000 Leader-Gemeinden 500 weitere dazukommen", sagte Grillitsch.

Erneut scharfe Kritik übte Grillitsch an den Kürzungsplänen der Sozialisten im Agrarbereich: "Dieser geplante Anschlag auf den Ländlichen Raum würde auch eine Verhinderung sinnvoller Kooperationsprojekte mit sich bringen, von denen im Endeffekt die gesamte Bevölkerung im ländlichen Raum profitiert."

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