Senioren - Unfallopfer Nr. 1 in Europa

Seniorenrats-Konsumentensprecher Koppe fordert Maßnahmen der EU

Wien (OTS) - Im Rahmen der heute in Wien stattfindenden
EU-Konferenz zum Thema "Effektiver Rechtsschutz - Die verbraucherrechtlichen Instrumente der Unterlassungsklage und der Gruppenklage" meldete sich Dr. Fritz Koppe, der Konsumentensprecher des Österreichischen Seniorenrates zu Wort und machte auf die erschreckenden Unfallzahlen älterer Menschen aufmerksam.

"96,5 Millionen europäische Senioren (Menschen über dem 60. Lebensjahr in den 25 Mitgliedstaaten) haben auch als Konsumenten spezielle Probleme, die in der Konsumentenpolitik der EU berücksichtigt werden müssen. Ein solches Problem ist die Todesrate bei Seniorenunfällen. 21 % der europäischen Bevölkerung sind Senioren, aber auf diese entfallen 53% aller tödlichen Unfälle. Es gibt daher in Europa für die Senioren eine höhere Todesrate als bei Verkehrsunfällen oder Arbeitsunfällen." führte Dr. Koppe in seinem Statement aus und forderte daher: "Die EU könnte durch zivilrechtliche und verwaltungsrechtliche Maßnahmen und Schaffung des Problembewusstseins bei den Betroffenen die Unfallsterblichkeit halbieren. Die Europäische Kommission soll deshalb Vorschläge ausarbeiten, wie die Zahl der derzeit jährlich 83.000 unfalltoten Senioren reduziert werden kann."

Der Österreichische Seniorenrat, die gesetzlich anerkannte Interessenvertretung von über 2 Millionen Senioren, machte bereits in den Vorjahren mit den Veranstaltungen der "Aktion Seniorensicherheit" in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz und dem Institut Sicher Leben auf diese Problematik aufmerksam und regt nun an, diese in Österreich mit Hilfe der großen Seniorenorganisationen so erfolgreich angelaufene Aktion auf den europäischen Raum auszudehnen.

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Dr. Alfred Zupancic
Österreichischer Seniorenrat
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