Sündteure "High-Tech-Finanzspritzen": FPÖ Kärnten bringt Sachverhaltsdarstellung gegen Schwarzenbacher ein

Klement fordert ein Ende der orangen Freunderlwirtschaft auf Kosten der Steuerzahler

Wien (OTS) - Die FPÖ-Kärnten hat ihre Ankündigung wahrgemacht und der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wegen der aufklärungsbedürftigen Vorkommnisse, die im Vorfeld und im Zuge des Zustandekommens der von der Kärntner Landesregierung beschlossenen millionenschweren Subventionierung des "homebase-Produktes " des Ing. Dietmar Schwarzenbachers ans Licht kamen am 22.2.06 eine Sachverhaltsdarstellung überreicht.

Generalsekretär Dipl.Ing. Karlheinz Klement forderte in diesem Zusammenhang LH Haider kategorisch auf, die Öffentlichkeit in dieser Angelegenheit endlich seriös und umfassend zu informieren. Seit vielen Jahren nämlich schon übe sich Haider in der Funktion des Landeshauptmannes von Kärnten als finanzieller Mentor Schwarzenbachers und dessen - zum Nachteil der Steuerzahler - bislang leider fast immer potemkinschen high-tech-Ideen.

Die Schwarzenbacher und seinen "Projekten" auf Betreiben Haiders permanent verabreichten Landeskasse-Finanzspritzen müßten ein Ende haben, weil für das Land Kärnten bis heute noch kein meßbarer Erfolg damit verbunden gewesen wäre.

So zum Beispiel habe sich das von Ing. Schwarzenbacher mit seiner Fa. Commaro mobile trading systems GmbH. um die Jahrtausendwende entwickelte Produkt "Hits" (ein E-commerce-System) als völlig unbrauchbar erwiesen, weshalb es auch am Markt nie aufgetaucht sei sondern sich vielmehr in Luft aufgelöst habe. Haider und seine Ratgeber sahen das im Jahre 2001 allerdings anders: Sie verliehen diesem veritablen Flop den mit 100.000 ATS dotierten Innovationspreis 2001 des Landes.

Zweifelsohne eine krasse Fehlentscheidung, die Haider und Konsorten bei Beachtung der Weisheit: "Aus Schaden wird man klug "zu einer kritischeren Beurteilung Schwarzenbacherscher Ideen und Projekte veranlassen hätte müssen.

Leider zeigen aber die Vorkommnisse der vergangenen Wochen und Monate, daß das Gegenteil der Fall ist: Schwarzenbachers "homebase.cc"-Produkt wurde mit dem Innovationspreis 2005 des Landes Kärnten ausgezeichnet; ein Produkt, das Schwarzenbacher im Mai 2005 selbst mit den Worten: "E-commerce nimmt seinen zweiten Anlauf" begleitete.

Nach Ansicht Klements dränge sich bei näherer Betrachtung dieser Aussage der Verdacht, daß es sich bei der "homebase.cc" um nichts anderes als das aufgewärmte, überarbeitete und neu verpackte "E-commerce-System "Hits" handle, ja geradezu auf.

Hätte dieser - nach Meinung Klements - neue grobe Unfug Haiders den Kärntner Steuerzahler nicht wiederum 10.000 Euro Preisgeld gekostet, könnte man das ganze ja für einen Scherz halten. Ein Scherz insbesondere deshalb, weil sich das mit 10.000 Euro Preisgeld ausgezeichnete Produkt im Internet unter der Adresse www.homebase.cc mit der lapidaren Vertröstung "in Kürze" präsentiert. Sonst Nichts!

Klement forderte in Anbetracht der gegebenen Fakten daher in aller Deutlichkeit Antwort auf nachstehende Fragen:

· Welche sind die wahren Gründe, die Haider und Konsorten immer wieder veranlassen, Schwarzenbacher zu protegieren und zu unterstützen?
· Welche Überlegungen lagen der Bestellung Schwarzenbachers zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Landesholding - und damit auch des HYPO-Zukunftsfonds - zu Grunde?
· War der vor wenigen Tagen unter Mitwirkung Schwarzenbachers (er ist Mitglied des Universitätsrates) zum Rektor der Klagenfurter Universität gewählte Dr. Heinrich C. Mayr oder dessen Diplomanten (UNI Charkov) zu irgend einer Zeit an der Entwicklung eines E-commerce-Systems ähnlich dem "homebase.cc" Produkt beteiligt?
· War Dr. Heinrich C. Mayr bei der Verleihung des Landesinnovationspreises 2005 an Schwarzenbacher als Juror tätig oder sonst irgendwie aktiv beteiligt?
· Hat Schwarzenbacher an der Entscheidungsfindung (Beratung und/oder Beschlußfassung) über die Förderungswürdigkeit des Internet-Plattform-Projektes "homebase.cc" der Fa. Commaro mobile trading Systems GmbH mitgewirkt, obwohl er wissen mußte, daß seine Unbefangenheit aus wichtigen Gründen in Zweifel gezogen werden muß (er war als Aufsichtsratvorsitzender der Landesholding - und damit des HYPO-Zukunftsfonds - befugt, über das von ihm selbst eingereichte Projekt mit zu entscheiden resp. dessen finanzielle Förderung zumindest maßgeblich zu beeinflussen)?
· Haben die Mitglieder der Organe des Wirtschaftsförderungsfonds (Vorstand und Kuratorium des KWF) die Bonität des Förderwerbers mit der gem. § 11 Abs. 1 Wirtschaftsförderungsfondsgesetz normierten Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters überprüft haben (Es liegt beim Firmenbuchgericht bis heute keine Bilanz für das Geschäftsjahr 2004 auf);

Abschließend betonte Klement, daß die FPÖ die weitere Entwicklung der internet-Seite www.homebase.cc mit Interesse beobachten werde, wobei sie aber keinesfalls die Absicht habe, sich mit der derzeitigen, von Haider und Konsorten mit viel Steuergeld gesponserten Auskunft: "IN KÜRZE" bis zum St. Nimmerleinstag abspeisen zu lassen.

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ Kärnten
0463 / 51 52 92

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFP0001