Einigung zwischen Ärztekammer und WGKK nach Sitzungsmarathon

Steinhart: "Nach zweimonatiger Verhandlungspause wurde Tariferhöhung von durchschnittlich 2,8 Prozent für alle Vertragsärzte erreicht" - ÄK-Verhandlungsteam zufrieden

Wien (OTS) - Die Wiener Ärztekammer und die Wiener Gebietskrankenkasse haben sich gestern, Donnerstag, nach einem bis in die Nacht andauernden Sitzungsmarathon auf einen neuen Gesamtvertrag für die Jahre 2006 und 2007 geeinigt. Chefverhandler und Ärztekammer-Vizepräsident Johannes Steinhart: "Wir sind sehr erfreut, dass sich die Kasse nach einer zweimonatigen Verhandlungspause nun endlich dazu entschlossen hat, uns eine Tariferhöhung nach unseren Vorstellungen zuzugestehen. Der Abschluss ist zu unserer Zufriedenheit und enthält durchschnittlich 2,8 Prozent Tariferhöhung für alle Vertragsärzte." ****

Konkret wurde den Allgemeinmedizinern aufgrund der speziellen Situation in den Ordinationen (hohe Investitionen, Schnittstellenproblematik) eine höhere Steigerung zugebilligt als den Fachärzten. Den technischen Fächern (Radiologie und Labor) wurden Einmalzahlungen zugestanden. Steinhart macht für den überraschenden Erfolg bei dieser Verhandlungsrunde die entschlossene Haltung innerhalb des Verhandlungsteams und den Rückhalt der gesamten niedergelassenen Ärzteschaft verantwortlich. Steinhart: "Die Wiener Ärztinnen und Ärzte standen voll und ganz hinter unserem harten Kurs. Wir hätten diesen auch weiterhin durchgezogen, wenn sich die Kasse nicht bewegt hätte." Nur diese Einheit zwischen Fachärzten und Allgemeinmedizinern konnte die starre Haltung der Kasse letztendlich doch noch aufbrechen, betonte der Chefverhandler.

Geplante Aktionstage eventuell beibehalten

Die für März geplanten Aktionstage, bei der die Wiener Ärztinnen und Ärzte auf die dramatische Situation im Gesundheitssystem aufmerksam machen wollen, könnten trotz der Einigung noch aufrecht bleiben. Steinhart: "Es gibt viele Probleme im Gesundheitswesen, über die wir unsere Kolleginnen und Kollegen und natürlich auch die Öffentlichkeit informieren müssen. Diese Aktionstage sollen als Warnung verstanden werden, dass von der Politik nicht einfach über die Ärzteschaft drübergefahren werden kann." Eine konkrete Entscheidung könne man aber erst in den nächsten Tagen treffen, so der Ärztekammer-Vizepräsident. (bb)

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