Dolinschek: ÖGB-Kritik an Schwerarbeiterregelung an Fadenscheinigkeit nicht zu überbieten

Gerade SPÖ und ÖGB haben eine Schwerarbeiterregelung jahrzehntelang verschleppt

Wien (OTS) - "Die heutige Kritik des ÖGB an der Schwerarbeiterregelung ist an Fadenscheinigkeit nicht zu überbieten. Jahrzehntelang haben es sozialdemokratische Sozialminister nicht zusammengebracht, auch nur eine Sekunde über eine kompakte Schwerarbeiterregelung nachzudenken, geschweige denn eine vorzulegen. Fairness und Gerechtigkeit wurden von der SPÖ gerade für Schwerarbeiter negiert und schubladisiert. Selbst jene SP-Sozialminister, die auch ÖGB-Mitglieder waren, haben für Österreichs Schwerarbeiter keine Regelung schaffen können. Daher sollte sich der ÖGB-Präsident seine eigene Kritik zu Herzen nehmen und sich und seine Genossen fragen, warum Österreichs Schwerarbeiter der SPÖ in all den Jahren nichts wert waren", so Sozialstaatssekretär Sigisbert Dolinschek. ****

"Wenn innerhalb der SPÖ und des ÖGB nur ein Funken Wille schon in den Jahren zuvor bestanden hätte, hätte diese Regierung nicht erst die Vorarbeiten mit Arbeitsmedizinern leisten müssen. Die heutige Kritik ist daher bestenfalls eine großkoalitionäre Schützenhilfe des ÖGB für einen Wirtschaftskammerpräsidenten, der innerhalb seiner Partei auch nicht mehr die sonderliche Unterstützung genießt. Es ist übrigens äußerst kurios, dass der ÖGB-Präsident in seiner Vorbereitung einer großen Koalition bereits die Argumente eines Arbeitgebervertreters verwendet, der eigentlich nur eine Verschlechterung dieser Verordnung fordert. Wenn man bedenkt, dass Herrn Leitls Vorschlag, der die ungeteilte Unterstützung des ÖGB findet, eine massive Verschlechterung der Invaliditätspension bedeutet, die immerhin im Jahr 2004 20 % der Pensionsneuzugänge ausmachte, dann kann man dem ÖGB scheinbar wirklich nicht mehr helfen", so der Staatssekretär abschließend. (Schluß) bxf

Rückfragen & Kontakt:

Staatssekretariat für soziale Sicherheit
Generationen und Konsumentenschutz
Pressesprecher Gerald Grosz
Tel.: [++43-1] 71100-3375
mailto: gerald.grosz@bmsg.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NST0001