Amon: Haider und Brosz rittern um die linkere Position in Schulfragen

Günter Haider soll endlich in die Politik gehen und nicht weiter pseudowissenschaftliche Aussagen tätigen

Wien, 23. Februar 2006 (ÖVP-PK) Der heutige Auftritt des so genannten "PISA-Experten" Günter Haider im Grünen Klub belege einmal mehr, "dass es ihm nicht darum geht, die beste, sondern eine linke Bildungspolitik zu machen. Haider versteht sich offenbar als Vorbote einer rot-grünen Bildungspolitik", sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon. Die von Haider getätigten Aussagen seien nicht wissenschaftlicher, sondern in hohem Maße parteipolitischer Natur gewesen, "was Haider einmal mehr als Wissenschafter disqualifiziert", so der ÖVP-Bildungssprecher. ****
"Wenn Haider die Politik also so großen Spaß macht, soll er das endlich sagen und das wichtige Feld PISA für Wissenschafter freigeben, die dort wieder Objektivität einkehren lassen", bekräftigte Amon, denn der Regierung vorzuwerfen, sie mache sich "Gedanken darüber, welchen Rangplatz Österreich bei PISA bei einer anderen statistischen Anwendung belegen würden, ist geradezu eine Chuzpe!" Amon erinnerte daran, dass es vielmehr Haider selbst gewesen sei, der ungefragt und ohne jede Notwendigkeit im österreichischen Bericht Rankings veröffentlicht habe - "Rankings, die noch dazu gespickt waren mit schweren statistischen Fehlern!"

Dass die Selbstdarstellung Haiders als objektiver Wissenschafter eine problematische sei, zeige sich auch daran, dass "Haider zu Fragen Stellung nimmt, über die er sich nicht ausreichend informiert hat", denn, so Amon, ein kurzer Anruf im Bildungsministerium hätte genügt, zu erfragen, dass man etwa im Falle der Bildungsstandards bereits viel weiter sei, als dies von Haider im Grünen Klub behauptet worden sei.

Aber nicht nur Haiders Widersprüchlichkeit, auch die der Grünen Bildungspolitik im Allgemeinen sei heute wieder einmal augenscheinlich geworden. Auf der einen Seite habe der Grüne Bildungssprecher Dieter Brosz etwa die Förderung von Kindern nach ihren Leistungen und Fähigkeiten schon anerkannt, auf der anderen Seite erhob er wiederum die Forderung nach einer Gesamtschule der 6-15jährigen. "Nachdem Brosz nun die Leistungsgruppen, die ja nichts anderes als eine innere Differenzierung bedeuten, auch nicht will, kann ich daraus nur schließen, dass also die Grünen für eine undifferenzierte Gesamtschule eintreten, die wiederum nach
vielerlei wissenschaftlichen Erkenntnissen die schlechteste Schulform überhaupt ist", schloss Amon.

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