Sportstaatssekretär Karl Schweitzer: Österreichisches Anti-Doping Gesetz liegt vor

Strenges Dopinggesetz alleine verhindert Doping nicht - Dopingprävention muss bereits in den Sportverbänden beginnen

Wien (OTS) - Sportstaatsekretär Karl Schweitzer weist die heute geäußerte Kritik von Klubobmann Cap zurück. Der Entwurf für ein Anti-Doping Gesetz sei fertig, ist auch bereits durch die Begutachtung gegangen. Was fehle, so Schweitzer, ist ein von der UNESCO autorisierter Text mit der korrekten Dopingliste. Ohne diese, so Schweitzer, ist eine Umsetzung in Österreich sinnlos.

Schweitzer berichtet jedoch, dass der Europarat sich im Rahmen seiner Legal Advisory Group am 1.3.2006 mit der dieser Situation befassen wird, um die Verfahrenslage klar zu stellen und einen Weg zu finden, um den Ländern die korrekte und vervollständigte Konvention rasch zukommen zu lassen. Danach werde dem österreichischen Parlament ein am letzten Stand adaptierter Gesetzesentwurf vorgelegt.

Darüber hinaus betont Schweitzer, dass noch so strenge Dopinggesetze Doping nicht verhindern. Gesetze können nur Verstöße sanktionieren. Dopingprävention, so Schweitzer, müsse jedoch bereits in den Sportverbänden bei der Jugendarbeit beginnen. Es gelte das Unrechtsbewusstsein zu schärfen, aufzuklären und den Schutz der Gesundheit als absolut prioritär zu behandeln. Die Bekämpfung des Dopings ist eine Aufgabe die der Leistungssport mit seinen Fachverbänden insgesamt zu bewältigen habe.

Abschließend kündigt Schweitzer in diesem Zusammenhang entsprechende Maßnahmen an, die nun auch im Zusammenwirken mit der Bundessportförderung-neu umgesetzt werden könnten, da für die Umsetzung weit reichender Anti-Dopingmaßnahmen den Sportverbänden auch entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung stünden. (Schluss Ch. G.)

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