Brosz: Anti-Doping-Gesetz muss kommen - Sportminister Schüssel seit Jahren säumig

Regierungsmitglieder distanzieren sich von Schüssels 'Wer dopt, der fliegt'

Wien (OTS) - "Seit mehr als zwei Jahren hat die Regierung den Auftrag ein Anti-Doping-Gesetz auf Basis eine Parlamentsbeschlusses zu erarbeiten. Ich erwarte, dass die Regierung Parlamentsbeschlüsse umsetzt", erklärt der Sportsprecher der Grünen, Dieter Brosz.
"Bei einem Anti-Doping-Gesetz geht es nicht ums Strafrecht", ergänzt Brosz, insbesondere in Richtung Ministerinnen Gastinger und Prokop, sondern: "Der zentrale Punkt eines Anti-Doping-Gesetzes ist es, sicher zu stellen, dass international gültige Sperren auch durch die österreichische Rechtsordnung abgedeckt werden. Somit wäre es nicht möglich, dass ein österreichisches Gericht eine internationale Sperre aufhebt, wie das im Fall von Walter Mayer geschehen ist."

Brosz erwatet sich umgehend "Aufklärung darüber, ob Sportminister Schüssel tatsächlich eine Wiederholung des Falles Mayer bei eventuell jetzt betroffenen Trainer verantworten will. Wenn ja, dann verantwortet er auch die Konsequenzen, die das Internationale Olympische Komitee (IOC) ziehen wird." Brosz verweist darauf, dass aus dem IOC vom Ausschluss Österreichs in einzelnen Sparten zu hören sei.

"BK Schüssel hat angesichts des Medaillen-Erfolges in Turin seine Sportminister-Kompetenz entdeckt und sich medial inszeniert. Ich erinnere an seine Aussage 'Wer dopt, der fliegt' und erwarte, dass er auch in der gravierenden Frage eines Anti-Doping-Gesetzes derartige Aktivitäten an den Tag legt und nicht weiterhin den Kopf in den Sand steckt. Alles andere wäre fahrlässig", fordert Brosz abschließend.

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