Gehrer: "Bildung ist der Schlüssel zu mehr Wachstum und Beschäftigung"

Ungebrochener Trend zum Erlernen von Fremdsprachen in Europa

Wien (OTS) - "Bildung ist der Schlüssel zu mehr Wachstum und Beschäftigung", erläuterte heute, Donnerstag, Bildungsministerin Elisabeth Gehrer im Rat für Bildung der Europäischen Union in Brüssel. "Der zweite Zwischenbericht über das Programm "Bildung und Ausbildung 2010" der Europäischen Union ist fertig und wurde heute vom Rat beschlossen". Der Bericht beinhaltet fünf Schlüsselindikatoren zur Leistung eines Bildungssystems.

Am Rande des Rates verwies Gehrer darauf, dass Österreich beispielsweise bereits erreicht habe, dass mehr Jugendliche nach der Pflichtschule eine Ausbildung machen und es Fortschritte in den Naturwissenschaften gebe. Es gebe bereits die Zusage des Ratspräsidenten Schüssel, dass beim Europäischen Rat in Brüssel im März in den Schlussfolgerungen des Rates Bildung eine wichtige Rolle spielen werde. Dies unterstreiche einmal mehr die Bedeutung der Bildung für Europa, so Gehrer weiter.

Die Bildungsministerinnen und Bildungsminister der Europäischen Union beschäftigten sich weiters mit dem Stand der Fremdsprachenkenntnisse der Bürgerinnen und Bürger Europas. Gemeinsam arbeitet man an einem Indikator für die Sprachenkompetenz. Gehrer: "Es geht darum, Sprachen nicht nur zu erlernen, sondern diese auch anwenden zu können". Die Ministerin hob dabei hervor, dass das Interesse der Europäerinnen und Europäer am Erlernen von Fremdsprachen weiterhin ungebrochen sei. So würden bereits 56 % der EU Bürger fließend eine Fremdsprache beherrschen. Für mehr als 2/3 der EU Bürger sei das Erlernen von Fremdsprachen von großer Bedeutung.

Gehrer verwies auch auf die Erfolgsgeschichte der Mobilitätsprogramme der Europäischen Union, die seit nunmehr 30 Jahren bestehen. "Die Mobilität junger Menschen fördert das Verständnis anderer Kulturen und vermittelt nachhaltige Kenntnisse von Fremdsprachen". Weiters betonte die amtierende Ratsvorsitzende, dass seither Hunderttausende von jungen Menschen Erfahrungen in anderen EU- Staaten sammeln konnten. Allein aus Österreich nahmen seit 1995 mehr als
75 000 Menschen an einem der zahlreichen Angebote teil .

Das PROGRAMM LEBENSLANGES LERNEN untergliedert sich wie folgt:

Das neue Programm für lebenslanges Lernen für die Jahre 2007 bis 2013 gliedert sich in vier Einzelprogramme:

  • Comenius: für die Allgemeinbildung in Schulen, z.B. Zusammenarbeitsprojekte. In Zukunft können nicht nur Klassen, sondern auch Schüler einzeln in ein anderes europäisches Land fahren,
  • Leonardo da Vinci: die berufliche Weiterbildung und Mobilität von Einzelpersonen wird gefördert,
  • Grundtvig: das Erwachsenenbildungsprogramm und
  • Erasmus: für die allgemeine Hochschulbildung beziehungsweise die Mobilität der Studierenden

Abschließend verwies die Ministerin auf den kommenden informellen Ministerrat für Bildung am 16./17. März in Wien, bei dem unter Teilnahme der Bildungsministerinnen und Bildungsminister der Westbalkanstaaten über die Weiterentwicklung des Programms Lebenslanges Lernen diskutiert wird.
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