Schwarzböck: Verbesserung der Versorgungssicherheit durch Biomasse

Erneuerbare Energieträger aus Österreich sichern nachhaltiges Energiesystem

Wien (AIZ) - Für eine verstärkte Nutzung von heimsicher Biomasse zur Verbesserung der Versorgungssicherheit auf dem Energiesektor sprach sich heute der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich und Präsident des Europäischen Bauernverbandes (COPA), Rudolf Schwarzböck, in einer Aussendung im Zusammenhang mit dem Entwurf des Energie-Versorgungssicherheitsgesetzes aus. "Die anhaltend hohen Preise bei den fossilen Energieträgern Erdöl und Ergas, aber auch Krisensituationen wie etwa heuer zum Jahreswechsel beim Erdgas aus der Ukraine, führen deutlich vor Augen, dass der Umstieg aus der fossilen in die nachwachsende Energie- und Rohstoffaufbringung ein Gebot der Stunde ist. Heimische erneuerbare Energieträger tragen in sehr hohem Ausmaß zur Erhöhung der Versorgungssicherheit bei und sollten daher in jedem Bereich der Energieversorgung ein wesentliches Standbein werden." Mit der geplanten Gesetzesnovelle sollen unter anderem das Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz, Gaswirtschaftsgesetz, Energielenkungsgesetz sowie die Erdöl-Bevorratung geändert werden.

"Im Hinblick auf die Schaffung eines nachhaltigen Energiesystems ist daher entsprechend dem Biomasse-Aktionsplan der Europäischen Union der Anteil an erneuerbaren Energieträgern am Gesamtenergiebedarf bis 2010 um 5% zu erhöhen. Sowohl bei der Energieerzeugung, Strom- und Treibstoffproduktion sind verstärkt biogene Rohstoffe einzubinden und in den Zielsetzungen der Gesetze zu verankern", forderte Schwarzböck.

Am Beispiel Biogas zeige sich der große Nutzen für Umwelt, Klima und Arbeitsplätze sehr deutlich. "Der Einsatz von veredeltem Biogas anstelle von Erdgas vermindert die Auslandsabhängigkeit, hält die Luft rein und bietet Wirtschaft und Forschung neue, profitable Wachstumsmärkte sowie für die Landwirtschaft neue Einkommensmöglichkeiten", so der LK-Präsident.

Neue Arbeitsplätze durch Biomasse und Biotreibstoffe

"Wir wollen diesen neuen Markt für die Landwirtschaft aktiv erschließen. Hier hat Österreich die Chance, sich international erfolgreich zu positionieren und gleichzeitig in den ohnehin strukturschwachen ländlichen Räumen neue Arbeitsplätze in Forschung, Industrie und Landwirtschaft zu schaffen. Laut jüngster WIFO-Studie zur Umwelttechnikindustrie erwirtschafteten 330 Firmen einen Umsatz von EUR 3,78 Mrd. mit 17.200 Beschäftigten (2003). Bei den Beschäftigten in der Umwelttechnik gab es im Zeitraum von 1997 bis 2003 einen jährlichen Zuwachs von 2,3%. Die bäuerliche Interessenvertretung wird daher alles daran setzen, mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft rasch den Umstieg in ein nachhaltiges Energiesystem zu schaffen. Unsere Landwirte sind jedenfalls bereit, diese Herausforderung anzunehmen und in diese neue Schiene einzusteigen. Unser Ziel ist es, mit Unterstützung des Biomasse-Aktionsplanes der EU, rasch einen möglichst hohen Anteil an erneuerbaren Rohstoffen im Energiebereich, bei Elektrizität und bei Treibstoffen zu erreichen", zeigte sich Schwarzböck zuversichtlich. (Schluss)

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