Südafrika-Schwerpunkt rund um Fotoschau in der Kunsthalle

Wien (OTS) - Einen kulturellen Schwerpunkt zum Thema Südafrika erlebt Wien in den kommenden Wochen und Monaten rund um die Fotoausstellung "Black, Brown, White", die in der Kunsthalle Wien heute Donnerstag, eröffnet wird und bis 18. Juni zu sehen ist. Die Fotoschau beschäftigt sich einerseits mit der Entwicklung und den verschiedenen Ausprägungen der Fotokunst in Südafrika, andererseits zeigt sie gesellschaftliche Befindlichkeiten und Probleme des Landes auf. Mit diesem Thema befassen sich auch der Schwerpunkt "Film in Südafrika" vom 15. bis 27. März im Filmmuseum, die "Literatur im März", die in der Kunsthalle vom 9. bis 12 März "Neues von einem anderen Ende der Welt" berichtet, und das Wiener Schauspielhaus, das zwei exemplarische Produktionen vom "Cape of Storms" zeigt. In der Kunsthalle selbst ist in der Halle 1 eine weitere Ausstellung vom 9. März bis 16. April dem Fotojournalismus in Südafrika mit der Zeitschrift "Drum" im Zentrum gewidmet.****

Generationen übergreifende Fotokunst

Die fotokünstlerische Auseinandersetzung mit Südafrika durch verschiedene Generationen dokumentiert die Ausstellung in der Kunsthalle mit Arbeiten, die vom Pionier der Fotografie im Land, David Goldblatt bis zur jüngeren und jüngsten Generation reichen. Landschaften, Milieus, Alltagsszenen stehen für ein Land mit seinen verschiedenen Milieus und ethnischen Gruppierungen, mit scharfen Gegensätzen, wobei die Probleme der 1994 durch demokratische Wahlen beendeten Apartheid heute im sozialen Bereich, in der Verschiebung von der Rassen- zur Klassenproblematik manifest werden. In den individuellen Positionen der Fotografen wird ein Land mit seiner vielfach facettierten Gesellschaft mit großen sozialen Bruchlinien sichtbar.

"Film in Südafrika"

Die zehnteilige Reihe "Film in Südafrika" im Filmmuseum widmet sich sowohl der Geschichte des Filmschaffens wie auch der aktuellen Blüte des Filmschaffens in Südafrika. Der erste Film in schwarzer Besetzung "Jim Comes to Joburg" ist dabei ebenso zu sehen wie der aktuelle Festivalhit "Tsotsi" und die Animationsfilme von William Kentrigde.

Literatur aus einem Land im Umbruch

"Neues von einem anderen Ende der Welt", so der Titel der "Literatur im März" vom 9. bis 12. März in der Kunsthalle, berichtet von einem Land im Umbruch, stellt die Frage, wie es hinter der akklamierten "Regenbogen"-Gesellschaft aussieht. Die mittlere und jüngere Autorengeneration des Landes, die das Literaturfestival vor allem vorstellt, spürt dabei ,mit den Mitteln der Prosa, der Lyrik, auch der "Spoken Poetry" und des Theaters der sozialen und gesellschaftlichen Verfasstheit des Landes nach. Den Eröffnungsvortrag der Literaturtage hält die führende Literaturwissenschaftlerin des Landes Dorothy Driver. Autoren wie der große alte Mann der politischen Dichtung Südafrikas, Keorapetse "Bra Willie" Kgositsile sind dabei ebenso kennen zu lernen wie junge Lyriker, so Lebogang Mashile und Vertreter der neuen Prosa Mary Watson oder Mandla Langa oder Jonny Steinberg mit reportagehaften Texten. Mit "When Lyric meets Music" wird auch die systemübergreifende Tradition, Lyrik mit Musik zu verbinden, angesprochen. Viele der Texte wurden für "Literatur im März" übersetzt, da wenige Bücher südafrikanischer Autoren auf deutsch erhältlich sind. Bei den Lesungen präsentieren zunächst die Autoren den Originaltext, dann folgt die deutsche Übersetzung.

"Cape of Storms" im Schauspielhaus

Das Wiener Schauspielhaus zeigt unter dem Titel "Cape of Storms" in Zusammenarbeit mit den Wiener Festwochen zwei für die derzeitige Situation im Land und die künstlerische Auseinandersetzung damit signifikante Produktionen. "Relativity: Township Stories" (Premiere 11. Mai) des jungen Schwarzafrikaners Paul Grootboom setzt sich ebenso wie das Projekt "Tshepang" (Premiere 17. Mai) der jungen Regisseurin Lara Foot Newton mit gesellschaftlichen und sozialen Problemen, mit Gewalt, Grausamkeit und Isolation auseinander.

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