Csörgits zu Rauch-Kallat: Frauenministerin, bitte melden

Regierung benötigt mehr als vier Jahre für Infobrief an Eltern in Karenz

Wien (ÖGB) - "Sozialministerin Ursula Haubner verprasst öffentliche Gelder für teure Werbekampagnen, statt es für Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verwenden. Frauenministerin Maria Rauch-Kallat glänzt überhaupt durch Inaktivität. Selbst der Infobrief an Eltern über die unterschiedliche Dauer von Kindergeld und Karenz, den beide Ministerinnen bereits unzählige Male angekündigt haben, ist noch ausständig", kritisiert ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits.++++

Beide Ministerinnen haben wiederholt eine Information an Eltern über die unterschiedliche Dauer von Kindergeld und Karenz angekündigt. Vergangenes Jahr etwa versprach Frauenministerin Rauch-Kallat die Aussendung des Infobriefes ab September 2005, Sozialministerin Ursula Haubner vertröstete dann im Oktober auf Dezember 2005. Trotzdem liegt der Infobrief an Eltern in Karenz beim Kompetenzzentrum für das Kinderbetreuungsgeld nach wie vor auf Eis.

"Das Kindergeld gibt es für zweieinhalb Jahre bzw. wenn sich die Eltern die Betreuung teilen, bis zum 3. Geburtstag des Kindes. Die arbeitsrechtliche Karenz dauert dagegen bis zum 2. Geburtstag des Kindes. Es ist wichtig, dass die Mütter und Väter die unterschiedliche Dauer von Kindergeld und Karenz kennen, denn wer über die arbeitsrechtliche Karenz hinaus zuhause bleibt, riskiert seinen Job", sagt Csörgits. Warum der Infobrief noch immer nicht versandt wird, ist für sie unerklärlich. "Das Kindergeld gibt es seit Anfang 2002 und wir haben von Beginn an die rechtzeitige Information der Eltern eingefordert. Wieso braucht die Regierung für die Erstellung einer einfachen Kurzinformation an Mütter und Väter jetzt schon mehr als vier Jahre?", so Csörgits abschließend. (mf)

ÖGB, 23. Februar 2006 Nr. 113

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