GPA: Ausbildung von ZahnarztassistentInnen endlich reformieren

Anerkannter Lehrberuf brächte nur Vorteile - Appell an Bundesregierung

Wien (GPA/ÖGB) - "Die Reform und Modernisierung der Ausbildung
von zahnärztlichen AssistentInnen muss nun rasch angegangen werden. Es ist untragbar, dass die längst überfällige Anpassung an moderne Standards allein von der Zahnärztekammer blockiert wird", erklärt der stellvertretende Bundesgeschäftsführer der GPA Karl Proyer zur Ausbildungssituation von zahnärztlichen AssistentInnen.++++

Das Ausbildungssystem der ZahnarzthelferInnen wurde seit dem Jahr 1956 nicht reformiert. Derzeit werden jährlich 4000 Jugendliche, vorwiegend junge Frauen, bei ZahnärztInnen ausgebildet. Eine Ausbildung im Rahmen des Berufsausbildungsgesetzes brächte für die Betroffenen nur Vorteile. "Würde man aus dieser Ausbildung einen anerkannten Lehrberuf machen, dann würde dies sowohl die Qualität, als auch die Stellung am Arbeitsmarkt entscheidend verbessern. Berufswechsel und Höherqualifizierung sind derzeit praktisch unmöglich. Obendrein sind die AssistentInnen häufig mit Rückforderungen von Ausbildungskosten konfrontiert, die an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit gehen. Bei den Gewerkschaften und den Arbeiterkammern häufen sich in letzter Zeit diesbezügliche Beschwerden und Interventionen. Auch dieses Problem könnte durch die Schaffung eines Lehrberufes ausgeräumt werden", so die zuständige GPA-Expertin Anita Stavik.

"Es ist unhaltbar, dass eine kleine Gruppe die Reform eines Ausbildungssystems an moderne gesellschaftliche Anforderungen blockiert und Österreich in diesem Bereich weiter europäisches Schlusslicht bleibt. Die Bundesregierung, die ja immer wieder als Ziel formuliert, im Gesundheitsbereich neue Ausbildungsstandards setzen zu wollen, ist aufgerufen, endlich Druck auf die Zahnärztekammer auszuüben. Dies wäre auch eine lohnende Herausforderung für einen Lehrlingsbeauftragten", richtet Proyer den Appell auch an den von der Regierung für die Verbesserung der Lehrlingssituation zuständigen Egon Blum.

ÖGB, 23. Februar 2006 Nr. 112

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