Neueröffnung der Gebietsbetreuung Erdberg

Wien (OTS) - "Die Gebietsbetreuungen erfüllen eine wichtige Funktion für das Zusammenleben in unserer Stadt. Sie sind Ansprechpartner in Fragen der Stadterneuerung, der Planung und Mitgestaltung des unmittelbaren Wohnumfeldes und helfen, Konflikte zu lösen. Besonders bedeutsam ist die Brücke, die zwischen der Stadt und den Menschen gebaut wird. Durch die Gebietsbetreuung können sich die Grätzlbewohner unbürokratisch in die Gestaltung ihres unmittelbaren Wohn- und Lebensbereiches einbringen. Die Stadt erfährt dadurch schnell, wo der Schuh drückt", erklärt Wohnbaustadtrat Werner Faymann anlässlich der Eröffnung des neuen Gebietsbetreuungslokals am Fiakerplatz, an der auch der Bezirksvorsteher des 3. Bezirkes, Erich Hohenberger, teilnahm.

Die Stadt Wien investiert 2006 Euro 6,1 Millionen in die Gebietsbetreuungen. Das ist gegenüber 2005 eine Steigerung von rd. Euro 600.000,- und zeigt somit die steigende Bedeutung der Gebietsbetreuungen. 132 Mitarbeiter/innen arbeiten derzeit in insgesamt 19 Gebietsbetreuungen. 2006 wird die Zahl der Mitarbeiter/innen im Bereich der Betreuung der städtischen Wohnhausanlagen weiter erhöht. In der GB Erdberg sind 7 Gebietsbetreuer/innen beschäftigt.****

Erdberg ist eines der am dichtesten verbauten Gebiete Wiens. Der Bezirksteil wird dominiert von zahlreichen älteren Gemeindebauten, wie dem Rabenhof, dem Felleishof oder dem Hanusch-Hof. Es überwiegt jedoch der private Althausbestand, der von zum Teil abgewohnten Jahrhundertwendebauten über zahlreiche sanierte Wohnhäuser bis zu repräsentativen Prachtbauten, wie rund um den Arenbergpark reicht.

Die Dynamik, die Erdberg prägt, ist allerortens sichtbar. Zum einen ist eine Reihe von Dachgeschossausbauten und Sanierungen unübersehbar. Zum anderen sind neue, wegweisende Projekte entstanden. Die Gasometer City, das Wohn- und Bürogebäude von Coop Himmelb(l)au am Areal des ehemaligen Mautner Markhofschen Kinderspitals und die Überbauung der Remise Erdberg sind Marksteine einer architektonischen Erneuerung. Die Überbauung der ehemaligen Reithalle Hyegasse, das Karree St. Marx und vor allem die Bebauung der Aspang Gründe nach den Plänen von Lord Norman Foster zu einem neuen attraktiven Bezirksteil samt Park, Badeteich, Büros und Wohnungen werden die Attraktivität Erdbergs weiter erhöhen. Ein neuer, aufwändig gestalteter Grätzlguide widmet sich der Geschichte, den Gebäuden und natürlich auch den Menschen in einem der "wienerischten" Teile unserer Stadt.

o Gebietsbetreuung Erdberg - Team und Arbeitsschwerpunkte

Das Team der GB 3 zeichnet sich vor allem durch seine multiprofessionelle Besetzung aus (Planung, Recht, Hochbautechnik, Sozialarbeit, Mediation und Administration). Dadurch kann rasch und effizient auf komplexe Problemlagen reagiert werden.

Aufgrund ihrer umfassenden Tätigkeit nimmt die Gebietsbetreuung Erdberg eine zentrale Rolle innerhalb der Institutionenlandschaft des 3. Bezirks ein. Das Serviceangebot ist überaus umfangreich und betrifft folgende Bereiche:

o Bauliche Erneuerung und Wohnhaussanierung o Miet- und Wohnrechtsberatung o Öffentlicher Raum o Verkehr o Hofbegrünung o Problem- und Spekulationshausbetreuung o Notfallswohnungen o Betreuung städtischer Wohnhausanlagen o Gemeinwesenarbeit und Vernetzung o Konfliktmanagement

Gebietsbetreuung und Stadterneuerung

Vor mehr als 30 Jahren ist der Startschuss für die Stadterneuerung gefallen. Seitdem wurde mehr als ein Viertel des Wohnungsbestandes unserer Stadt revitalisiert. Die geförderte Sanierung von mehr als 4.300 Wohnhäusern mit mehr als 212.000 Wohnungen hat nicht nur die Lebensqualität für die Bewohner verbessert und die Stadt verschönert, sondern auch wichtige arbeitsmarktpolitische Impulse gesetzt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Metropolen der Welt forciert Wien die "sanfte Stadterneuerung", bei der die Mieter weiter in ihren Wohnungen leben und sie sich die Miete danach Dank der Wohnbauförderung auch weiterhin leisten können. Dadurch bleibt auch die für Wien typische soziale Durchmischung erhalten, Segregation und Ghettobildungen, wie sie in vielen anderen Großstädten zu sehen sind, werden hintangehalten. Dieser gemeinsame Weg von Stadtverwaltung, Hauseigentümern und Mietern wurde bereits zum Markenzeichen für Wien und ist nur mit Hilfe der Wohnbauförderungsmittel möglich.

Seit Beginn wird diese permanente Erneuerung Wiens von den Wiener Gebietsbetreuungen begleitet. Ursprünglich als Hilfs- und Informationsstellen bei Haussanierungen geplant, hat sich ihr Betätigungsbereich immens ausgeweitet. Heute sind die Gebietsbetreuer gefragte Experten für alle Bereiche rund ums Wohnen. Bei Platzgestaltungen, bei Nachbarschaftsproblemen, für Grätzlfeste usw. sind die Gebietsbetreuer Ansprechpartner Nummer eins.

Neben den 13 Gebietsbetreuungen in Stadterneuerungsgebieten wurden in den letzten Jahren sogenannte Gebietsbetreuungen "Neu" geschaffen. Deren Aufgabengebiet ist die Betreuung der Bewohner von städtischen Wohnhausanlagen. Einhergehend mit der Ausweitung des Aufgabenfelds der Gebietsbetreuungen auf Probleme des Zusammenwohnens in Gemeindebauten wurde auch das Budget dafür erhöht. Die Gebietsbetreuungen fördern mit ihrem Einsatz ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben von Personen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und sozialer Stellung in Gemeinde-, Genossenschafts- und Privathäusern und sie geben nützliche Tipps und Hilfestellungen für alle Themen rund ums Wohnen. (Schluss) lan

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