Feinstaub-Emissionen: Ein Drittel durch Heizungen verursacht

Gezielte Umstellung auf Fernwärme gefordert

Wien (OTS) - Heizungen tragen zu etwa einem Drittel zu den Feinstaub-Emissionen in Österreich bei. Das ist das brisante Ergebnis einer Studie des Umweltbundesamtes vom Februar 2006. Problematisch sind vor allem alte Holz- und Kohle-Öfen. "Würde man diese Wohnungen an das Fernwärmenetz anschließen, könnte man die Feinstaub-Belastung wesentlich reduzieren und einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten", erklärt Dr. Roland Pumberger, Bereichssprecher Wärme des Fachverbands Gas Wärme (FGW) in der Wirtschaftskammer anlässlich der Novelle zum Feinstaub-Gesetz, die heute im Umweltausschuss des Nationalrats behandelt wird.

International gibt es positive Beispiele für eine gezielte Umstellung auf Fernwärme: So wurden in Berlin in den letzten Jahren Zehntausende Wohnungen auf Fernwärme oder Erdgas umgerüstet. Auch in Österreich überlegt man ähnliche Schritte, in Graz wird die Umstellung auf Fernwärme im gesamten Stadtgebiet diskutiert. Pumberger: "Wichtig ist, dass alle Bundesländer die gleichen Grenzwerte für neue Heizungen festlegen. Beim Hausbrand gibt es noch sehr großes Potential zur Feinstaub-Reduktion."

Langfristig wirksame Maßnahmen sind aber auch im Bereich Verkehr möglich: Die Feinstaub-Belastung durch Erdgas-Fahrzeuge ist wesentlich geringer als bei Diesel- oder Benzinbetrieb. Deshalb wurden in Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und Bozen Teile der städtischen Fuhrparks auf Erdgas umgerüstet.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband Gas Wärme
Mag. Michael Mock
Geschäftsführer
mock@gaswaerme.at
Tel.: +43/1/513 15 88/13

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0002