Preiswerte Gesichtscremen pflegen gut

"Konsument"-Test zeigt: Preis kein Qualitätskriterium.

Wien (OTS) - Eine gute Creme fürs Gesicht herzustellen ist keine Hexerei: Dafür braucht es keine Vitamine, Pflanzenextrakte oder sonstigen Wirkstoffe. Entscheidend für die Wirkung ist einzig die richtige Mischung aus Fetten, Ölen und Wasser. Welche Creme mit ihrer Rezeptur am besten pflegt, hat der März-"Konsument" untersucht. Im Test: Sieben Gesichtscremen für Frauen mit UV-Schutz, die speziell Feuchtigkeitsanreicherung ausloben. Fazit: Der angegebene UV-Schutz ist unzuverlässig. Preiswerte Produkte versorgen die Haut genauso gut mit Feuchtigkeit wie teure.

"Unsere Kosmetiktests beweisen es immer wieder: Der Preis ist kein Qualitätskriterium für ein Produkt. Und auch im aktuellen Test sind die preiswerten Cremen wieder einmal die besten", informiert "Konsument"-Experte Konrad Brunnhofer. Aufs Stockerl schaffen es "dm/Balea Face", "Laboratoires Diadermine Hydra Vitamin" und "Schlecker/Rilanja Care Aqua Intensive Creme" - sie kosten zwischen 5,50 Euro und 10,10 Euro pro 100 Milliliter und sind allesamt "gut".

Durchgefallen sind dagegen "Oil of Olaz Complete" und "RoC Hydra+". Zwar ist erstere die einzige Gesichtscreme im Test, die die Haut "sehr gut" mit Feuchtigkeit versorgt. Aber: Beide Produkte werben auf der Verpackung mit Lichtschutzfaktor (LSF) 15 - Angaben und Realität klaffen jedoch weit auseinander. So verfügt "Oil of Olaz" nur über LSF 11, obwohl 15 angegeben ist. Ebenso ging es "RoC Hydra+", mit 37,50 Euro pro 100 Milliliter übrigens die teuerste Creme im Test:
Statt des versprochenen LSF 15 wurde nur LSF 6 gemessen.

Die restlichen fünf Kandidaten erwähnen den Lichtschutz nur allgemein. Die Messungen des UV-Schutzes ergaben nur einen LSF zwischen zwei und vier. Das ist lediglich Basisschutz und kann vor allem im Sommer oder im Süden eine gute Sonnenmilch nicht ersetzen. "Die zunehmende UV-Strahlung erfordert einen entsprechenden Lichtschutz, um das Risiko einer Hautkrebserkrankung zu senken und der vorzeitigen Hautalterung vorzubeugen. Doch bei Dauergebrauch wie etwa der täglichen Hautpflege können Lichtschutzfilter auch Hautirritationen und Allergien auslösen", klärt "Konsument"-Experte Konrad Brunnhofer über mögliche negative Wirkungen auf. Nebenwirkungen traten im Praxistest allerdings lediglich vereinzelt auf und waren harmlos - alle Gesichtscremen zeigten also eine "sehr gute" Hautverträglichkeit.

Die deutsche Stiftung Warentest hat vor kurzem übrigens Spezialcremen für Männerhaut getestet. Das Ergebnis: Auch für Männer gibt es gute und preiswerte Produkte für die Hautpflege. Unerwünschte Nebenwirkungen zeigten sich auch bei diesem Test nicht.
Details zu beiden Tests erhalten Leser in der aktuellen "Konsument"-Ausgabe sowie online unter www.konsument.at.

Rückfragen & Kontakt:

Testmagazin "Konsument"
Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Sabine Burghart
Tel.: 01/588 77 - 256

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKI0002