Ärztekammer erwartet morgen von WGKK konkretes Angebot

Steinhart: "Wenn bei dieser Verhandlungsrunde wieder keine Einigung zu Stande kommt, drohen Vertragskündigung und Aktionstage"

Wien (OTS) - Bei der morgen, Donnerstag, stattfindenden nächsten Verhandlungsrunde zwischen der Wiener Ärztekammer und der Wiener Gebietskrankenkasse um einen neuen Gesamtvertrag erwartet sich die Ärztekammer konkrete Angebote seitens der Krankenkasse. Chefverhandler und Vizepräsident Johannes Steinhart: "Die Krankenkasse wollte unter allen Umständen zurück an den Verhandlungstisch, deshalb erwarten wir uns diesmal mehr als ausschließlich Verhandlungsgymnastik, die aus Achselzucken, Köpfeschütteln und Händeringen besteht." ****

Das Ärztekammer-Verhandlungsteam rechnet mit einem neuen Angebot, aufbauend auf der Inflationsrate. Die Wiener Ärztinnen und Ärzte benötigten eine solche Tariferhöhung, um ihre Ordinationen in Zeiten von zusätzlichen finanziellen Belastungen wirtschaftlich führen zu können. Steinhart: "Ein Hausbesuch wird von der Kasse derzeit mit 29 Euro abgegolten. Das ist einer Medizin Weltstadt wie Wien nicht würdig." Im Gegenzug entstanden den Wiener Ärztinnen und Ärzten durch E-Card und andere gesetzliche Schikanen zusätzliche Kosten von mehreren Tausend Euro. "Agiert die Kasse weiterhin ohne Rücksicht auf derartige Zustände, droht in naher Zukunft der Ruin der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte", so Steinhart.

"Mit aller Konsequenz auf diesen Missstand hinweisen"

Komme es bei der morgigen Verhandlungsrunde wiederum zu keiner Einigung und stelle sich die Kasse weiterhin auf stur, drohen die Kündigung des Vertrags seitens der Ärztekammer und Aktionstage, bei denen die Wiener Ärztinnen und Ärzte öffentlich gegen das Verhalten von Krankenkasse und Politik demonstrieren, so die Warnung des Vizepräsidenten. "Wir wünschen uns natürlich eine Einigung mit der Kasse. Werden wir aber wieder an der Nase herumgeführt und unsere Anliegen komplett negiert, müssen wir öffentlich und mit aller Konsequenz auf diesen Missstand hinweisen", so Steinhart abschließend. (bb)

Rückfragen & Kontakt:

Ärztekammer für Wien - Pressestelle
Dr. Hans-Peter Petutschnig
Tel.: (++43-1) 51501/1223 od. 0664/1014222
Fax: (++43-1) 51501/1289
hpp@aekwien.at
http://www.aekwien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAW0002