Weninger/Cerwenka: Uni-Standortentscheidung muss konsensual erfolgen

Bildung darf nicht zu einem Luxusgut für wenige werden

St. Pölten, (SPI) - "Dass das niederösterreichische Gugging als Standort für die geplante Elite-Uni vorgesehen ist, ist sicher ein positives Signal für Niederösterreich und ein guter Impuls für unser Land", so der Bildungssprecher der SPNÖ, LAbg. Helmut Cerwenka, anlässlich der morgigen aktuellen Stunde im NÖ Landtag. "Eine zusätzliche Universität bringt insgesamt positive Effekte für unser Bundesland. Aus niederösterreichischer Sicht kann man eine Entscheidung für einen Standort in NÖ sicher nur begrüßen. Allerdings muss festgehalten werden, dass eine so wichtige Entscheidung, die auch Auswirkungen auf den internationalen Ruf unseres Landes hat, nicht übers Knie gebrochen werden darf. Die Einbindung namhafter Wissenschaftler ist unerlässlich für den Erfolg eines derart ambitionierten Projektes. Daher muss natürlich größter Wert auf eine konsensuale Entscheidung in dieser Frage gelegt werden. Wenn man so tut, als wären Wissenschafter, die international zu den größten Kapazitäten zählen, bloß irgendwer, dessen Meinung man einfach so negieren kann, droht Niederösterreich sich lächerlich zu machen", ergänzt der Klubobmann der SPNÖ, LAbg. Hannes Weninger.****

"Ein Vorzeigeprojekt, wie eine Elite-Universität, darf auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Bildungssystem insgesamt massive Mittel fehlen! Die Qualität der Ausbildung an den heimischen Schulen und Universitäten leidet an den ständigen Einsparungen durch die Bundesregierung! Im Jahr 1999 standen den Unis 1,22 Prozent des BIP zur Verfügung, im Budget 2006 bekommen sie nur mehr 0,98 Prozent, also um ein Fünftel weniger! Daher ist die Bundesregierung dringend aufgerufen endlich umzudenken", so Cerwenka weiter. "Bildung darf nicht zu einem Luxusgut für wenige werden - Bildung ist ein Recht, das jedem zusteht! Auch der VPNÖ wäre daher anzuraten, sich bei den Parteifreunden in der Regierung für die notwendigen Mittel im Bildungsbereich einzusetzen - denn derzeit werden viel zu viele junge Menschen von der ÖVP im Stich gelassen", so KO Weninger abschließend. (Schluss) kr

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