Neues Volksblatt: "Dirty" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 22. Februar 2006

Linz (OTS) - Wenn SPÖ und Grüne bereits jetzt der ÖVP "dirty campaigning" vorwerfen, kann das Ablenkung von eigenen Untergriffen der Vergangenheit ebenso wie vorbauende Rechtfertigung
für künftige Schmutzkübelaktionen sein. Klar ist damit nur, dass die erste Phase des NR-Wahlkampfs eröffnet ist.
Zweifellos: Dieser Wahlkampf wird ungustiöse Seiten haben. Einst auf Plakatwände reduzierte Untergriffe durchdringen via Internet heute viel schneller und vor allem weitreichender unser Leben. Fairness-Abkommen werden daran nichts ändern - abgesehen davon, dass Rufe danach in der Regel ohnedies wieder nur Wahlkampf-Blendgranaten darstellen. Bei der Abschätzung dessen, was der demokratiepolitischen Hygiene noch zumutbar ist, ist jeder einzelne Wahlkampfmanager gefordert.
Ebenso gefordert ist freilich ein Mindestmaß an Ehrlichkeit. So zu tun, als hätte es bei Pensionen keine Einschnitte geben müssen oder als könnte Vollbeschäftigung einfach mit Geld erkauft werden, hat zwar nichts mit Schmutzkübeln zu tun. Aber auch in Versuchen, Wähler für dumm zu verkaufen, steckt ein Stückchen "dirt".

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