Martinz: Euregio darf kein neuer Verwaltungsapparat werden

Euregio: LR Josef Martinz begrüßt ersten Schritt in die gemeinsame Richtung.

Klagenfurt (OTS) - "Es freut mich, dass die Regierungschefs von Kärnten, Friaul und Veneto in punkto Euregio-Gründung heute den nächsten Schritt gesetzt haben", informiert Europa-LR Josef Martinz. Seit rund zwei Jahren beraten sich Kärnten und die italienischen Nachbarregionen Friaul und Veneto über eine gemeinsame Strategie für eine Euregio. Sie sei auch heute in Hermagor Themenschwerpunkt bei den trilateralen Regierungsgesprächen gewesen. "Wir brauchen für die neue Förderperiode funktionierende Strukturen für die grenzüberschrei-tenden Zusammenarbeit", sagt dazu Martinz.

Der gemeinsame Wille sei bereits bisher vorhanden gewesen, aber aufs Papier gebracht wurde dieser erst heute. "Die Euregio darf kein neuer Verwaltungsapparat werden. Wir brauchen keine neuen, großen und teuren Strukturen", betont Martinz und erklärt weiterführend, man könne für die interregionale Kooperation auf bereits bestehende Strukturen, wie etwa die Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria, zurückgreifen.

Sinn und Zweck einer gemeinsamen Euregio sei es auch, alle durch EU-Förderprogramme entstehenden Chancen bestmöglich auszunutzen. Dazu müssen die drei Regionen an einem Strang ziehen. Als konkrete Bereiche der Zusammenarbeit zwischen den drei Regionen könne sich der Europa-Landesrat den Umwelt- und Naturschutz, die ländliche Entwicklung, Land- und Forstwirtschaft, Energie & Abfallwirtschaft, Gesundheitswesen, Tourismus und Kultur, Raumordnung und Verkehr vorstellen.

Weiters sei es Martinz bei der trilateralen Sitzung heute ein dringendes Anliegen, dass in Zukunft ein direkter Draht zwischen Veneto, Friaul sowie anderen angrenzenden Regionen und Kärnten hergestellt werde, um rasch Informationen in Fällen wie der Vogelgrippe zu erhalten. "Der Vogelgrippe-Fall in Slowenien hat uns gezeigt, dass es parallel zum Info-Fluss von Slowenien nach Brüssel auch eine rasche Information direkt aus dem betroffenen Nachbarland nach Kärnten geben muss", so Martinz. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Volkspartei
kommunikation@oevpkaernten.at
Tel.: +43 (0463) 5862 DW 14
http://www.oevpkaernten.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OVK0001