Wolfmayr zu Zinggl: Aussagen zur Österreichischen Galerie blanker Unsinn

Ausschreibungstext der Österreichischen Galerie wurde EU-rechtskonform gestaltet

Wien, 21. Februar 2006 (ÖVP-PK) Die an Polemik nicht mehr zu überbietenden Behauptungen des Grünen Kultursprechers Zinggl zur Ausschreibung des Direktorenpostens der Österreichischen Galerie Belvedere "gehen vollkommen ins Leere", sagte heute, Dienstag, ÖVP-Kultursprecherin Abg.z.NR Dr. Andrea Wolfmayr. Schließlich sei der Ausschreibungstext bewusst so gewählt worden, um Mitbewerber aus der EU nicht zu benachteiligen. ****

In der Museumsordnung der Österreichischen Galerie - und nicht wie von Zinggl vermutet im Museumsgesetz - sei die Leitung des Museums durch einen Kunsthistoriker vorgesehen. Die Festschreibung des Passus "Abschluss eines Studiums der Kunstgeschichte" in der Postenausschreibung würde jedoch die Gleichbehandlungspflicht gegenüber den Studienabschlüssen in anderen EU-Mitgliedsstaaten verletzen.

Eine Ungleichbehandlung bestünde etwa dann, wenn kein Studienabschluss besteht, der die explizite Bezeichnung "Kunstgeschichte" trägt, ein Kandidat aber dennoch die erforderlichen Voraussetzungen mitbringe. Umgekehrt müsse ein Abschluss in "Kunstgeschichte" nicht den durch Kunstgeschichtestudien an österreichischen Hochschulen erworbenen Kenntnissen entsprechen. Dem österreichischen Abschluss in "Kunstgeschichte" vergleichbare Kenntnisse können ebenso durch ein anderes Studium oder eine andere Studienkombinationen erreicht werden, so Wolfmayr.

Studien der "Kunstgeschichte" werden in allen EU-Staaten angeboten, weichen jedoch inhaltlich und organisatorisch teilweise stark voneinander ab. Daher müsste bei einem im Ausland erworbenen Abschluss in Kunstgeschichte die Detailkenntnis der österreichischen und mitteleuropäischen Kunstgeschichte nachgewiesen werden, um der Intention der Museumsordnung zu entsprechen.

Die Gleichbehandlungspflicht der Abschlüsse erfordere daher, die in der Museumsordnung genannten Qualitätskriterien nicht ausschließlich nach ihrem Wortlaut zu interpretieren, sondern dahingehend, dass die für die Aufgabe am besten qualifizierte Persönlichkeit gefunden werden kann. Diesem Anspruch wurde mit der gewählten Vorgangsweise entsprochen.

Die Prüfung der Bewerbungen durch unabhängige Museumsexperten garantiere nicht nur eine fachlich fundierte, sondern auch eine politisch unbeeinflussbare Auswahl der Kandidaten. Das wurde beispielsweise durch die Beiziehung von zwei internationalen Experten erreicht. Die Behauptungen Zinggls, es würden Bewerbungen eingeholt, die "keine Chance haben", seien daher "blanker Unsinn", so Wolfmayr abschließend.

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