Kranzl zum "Internationalen Tag der Muttersprache"

Zugang zur Bildung muss für alle und jeden gewährleistet sein

St. Pölten, (SPI) - Den heutigen Internationalen Tag der Muttersprache nimmt Pflichtschullandesrätin Christa Kranzl zum Anlass auf die Wichtigkeit und grundsätzliche Bedeutung einer guten Grundbildung hinzuweisen. " Gerade die ersten Jahre der Schulbildung legen auch den Grundstock für den weiteren Werdegang eines jeden Einzelnen. Auf dem, was man sich in dieser, auch für die Persönlichkeitsentwicklung so entscheidenden Zeit bereits aneignet, kann man später sein ganzes Leben lang aufbauen. Gerade deshalb muss jeder den gleichen Zugang zu den Bildungseinrichtungen haben", erklärt Landesrätin Christa Kranzl. Als negatives Beispiel in diesem Bereich sieht Landesrätin Kranzl Frankreich, wo leider keine solchen Vorraussetzungen für alle gegeben sind und daher eine große Perspektivenlosigkeit bei der Jugend anzutreffen ist.****

Der Internationaler Tag der Muttersprache ist ein von der UNESCO ausgerufener Gedenktag zur "Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit". Er wird seit dem Jahr 2000 jährlich am 21. Februar begangen. Laut UNESCO ist gut die Hälfte aller weltweit gesprochenen Sprachen vom Aussterben bedroht. Deshalb geht es auch um den Fremdsprachenunterricht und Mehrsprachigkeit als Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis und Respekt. Derzeit befinden sich rund 6500 Kinder mit nicht deutscher Muttersprache in den Volksschulen Niederösterreichs. "Es wäre sehr wichtig, dass diese Kinder, wie auch alle anderen, bereits zum Zeitpunkt des Schuleintritts der deutschen Sprache ausreichend mächtig sind. Die Einführung eines verpflichtenden Vorschuljahres nach dem skandinavischen Modell würde dieser Intension Rechnung tragen und dafür sorgen, dass alle Kinder bei Schuleintritt die Deutsche Sprache beherrschen", so Landesrätin Kranzl ergänzend. In den 100 Vorschulklassen, die im geltenden Schulsystem auf freiwilliger Basis durchgeführt werden, kann man durchwegs auf gute Erfahrungswerte verweisen. Eine im Jahr 2005 im Auftrag von Landesrätin Kranzl durchgeführte Bildungsumfrage bestätigt diese Forderung. ¾ der befragten Eltern sprachen sich für die Einführung eines verpflichtenden Vorschuljahres aus.

"Jedes Kind und jeder Erwachsene muss das Recht genießen können, international sowie regional ein Leben auf einer dementsprechenden sprachlichen und kulturellen Grundlage aufbauen zu können", so Landesrätin Christa Kranzl abschließend. (Schluss) as

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