Wiener Frauen brauchen mehr Qualifikation und weniger Eigenlob der Stadt

Bildungssparbuch als Qualifikationsschub

Wien (OTS) - In keinem anderen Bundesland sinkt die Frauenbeschäftigung so wie in Wien (minus 0,4 % zwischen 1999 und 2005), in keinem anderen Bundesland gibt es so viele arbeitslose Frauen wie in der Bundeshauptstadt (Wien: +14 %, Österreich+ 8,2 %),in keinem anderen Bundesland sind Frauen länger arbeitslos wie in Wien (108 Tage ist der Österreichische Schnitt, in Wien hingegen sind es 147 Tage). Zwei Drittel der arbeitslosen Frauen in Wien haben keinen Schulabschluss. In Wien ist die Zahl im Jänner 2006 um 18,7 % gestiegen, in NÖ um nur +4 %, in OÖ ist sie sogar um 1,3% gesunken.
Die Hälfte der unselbstständig erwerbstätigen Wiener Frauen haben Teilzeitjobs mit einem Stundenlohn von nur 8 Euro. Dafür sind die Kindergartenplätze in der Bundeshauptstadt mit Abstand am teuersten (264 Euro ganztags) und es gibt in der Metropole Wien nur 4700 Krippenplätze und zu wenig Nachmittagsbetreuungsplätze für die Pflichtschüler.

"Wenn die SPÖ noch länger von der ,frauenfreundlichen Weltstadt Wien’ spricht, von ,frauenspezifischer Arbeitsmarktpolitik’ und dann auch noch am achten März, dem internationalen Frauentag, Hochglanzbroschüren verteilt, lügt sie nicht nur sich selbst in die Tasche, sondern verkauft uns Frauen für dumm", so Stadträtin Katherina Cortolezis-Schlager zur Situation der Wiener Frauen.

Cortolezis-Schlager: "Bei allem was die Stadt Wien macht, steht gender drauf, nur Gleichbehandlung ist nicht drin." Die ÖVP Stadträtin fordert, dass die Stadtregierung wirkliche Gleichberechtigung umsetzt.

Die Stadtregierung könnte sich zum diesjährigen internationalen Frauentag am achten März einmal eine wirkliche Überraschung einfallen lassen und den Wiener Frauen ein Bildungssparbuch im Wert von 400 Euro überreichen, so der Vorschlag der ÖVP Wien. Dieser verbriefte Anspruch auf gezielte Ausbildung soll speziell die Qualifikation der Wiener Frauen rasch und unbürokratisch verbessern. Fünf Tage im Jahr könnten Frauen bei akkreditierten Einrichtungen ihre Fortbildungskurse belegen. Auszuzahlen ist der Bildungsgutschein nach der Erstausbildung.

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