SJÖ zu Haubner: Große Worte statt ernsthafter Politik für die Jungen

Sozialistische Jugend fordert öffentliche Lehrwerkstätten sowie Ganztags- und Gesamtschule

Wien (SK) - Ludwig Dvorak, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), empfindet die Ankündigung von Sozialministerin Haubner, die Berufsberatung für Jugendliche zielgruppengerechter zu gestalten, im Grunde als zynisch. Denn das Kernproblem der Jugendarbeitslosigkeit liege nicht in der Orientierungslosigkeit von Jugendlichen, sondern im Mangel an Arbeitsplätzen. "Solange Arbeitslosigkeitsminister Bartenstein für eine Rekordjugendarbeitslosigkeit in Österreich sorgt, ist es eine Illusion, mit mehr Berufsorientierung etwas zu ändern". Es brauche aktive Maßnahmen für mehr Beschäftigung statt PR-Aktionen und großer Worte, so Dvorak am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Dvorak fordert auch mehr Investitionen in das Bildungssystem und vor allem gleiche Bildungschancen für alle. Dvorak fordert eine Anhebung des allgemeinen Qualifikationsniveaus und mehr Investitionen in die Ausbildung: "Was Minister Bartenstein letzte Woche zum Thema EU-Beschäftigung, nämlich die Anhebung der Qualifikation, gefordert hat, bleibt diese Bundesregierung bis heute der Jugend schuldig."

Für Dvorak bedeutet das die Einführung der Ganztags- und Gesamtschule sowie die Errichtung öffentlicher Lehrwerkstätten. "Für diese Maßnahmen müsste die Bundesregierung allerdings Geld zur Verfügung stellen. Das würde im Gegensatz zu großen Ankündigungen sinnloser Maßnahmen tatsächlich etwas bringen", so Dvorak abschließend. (Schluss) wf/mp

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