ÖAMTC kritisiert: Immer noch zu viele Neuwagen ohne Partikelfilter am Markt

Automobilindustrie ist gefordert rasch zu handeln

Wien (OTS) - "Nur wenige Autokonzerne bieten nahezu alle ihre Dieselfahrzeuge serienmäßig mit Partikelfilter an. Immer noch gibt es zu viele Hersteller, die ihre Neufahrzeuge ohne 'Rußfilter' austatten. Der Nachholbedarf ist hier zum Teil enorm", bemängelt ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. Viele Autofirmen überlassen dem Käufer die Entscheidung und bieten ihre Neuwagen optional mit oder ohne Dieselpartikelfilter an. Der ÖAMTC fordert daher die Fahrzeughersteller auf, schnellstens ihre gesamten Dieselfahrzeuge serienmäßig mit "Rußfilter" auszustatten.

Autofahrer sind durchaus bereit auf umweltfreundliche Technologien umzusteigen - was sie seit Einführung von blei- und schwefelfreien Kraftstoffen, Katalysator und Partikelfilter - in den vergangenen 20 Jahren eindrucksvoll bewiesen haben. "Zwischen 1. Juli und 31. Dezember 2005 wurden bereits rund 13.000 neue Diesel-Pkw mit Partikelfiltern österreichweit gekauft. Dieser positive Trend kann aber nur dann fortgesetzt werden, wenn die Autohersteller so rasch als möglich alle ihre Fahrzeuge ausschließlich serienmäßig mit Partikelfilter anbieten", so Lang.

"Es reicht nicht mit populistischen Forderungen und blanker Anti-Auto-Ideologie - von der die Feinstaubdiskussion derzeit dominiert wird - Autofahrer als Sündenböcke an den Pranger zu stellen", kritisiert der ÖAMTC-Cheftechniker. Die Quellen der Feinstaubbelastung sind vielfältig. Der Straßenverkehr zählt mit rund 15 Prozent der Emissionen nicht zu den Hauptverursachern von Feinstaub, nur etwa die Hälfte davon entfällt auf den Pkw-Verkehr. Bei den Hauptverursachern wie Hausbrand und Industrie werden nicht annähernd so viele Maßnahmen gesetzt, wie im Verkehr. "Es darf nicht auf die restlichen 85 Prozent vergessen werden, an denen nicht der Straßenverkehr schuld ist", so der ÖAMTC-Cheftechniker. Maßnahmen zur Reduktion der PM10-Belastung können nur dann wirksam sein, wenn alle Feinstaubverursacher einen Beitrag zur Bekämpfung leisten.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Margret Handler
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0001