Österreich hofft auf baldigen EU-Beitritt Kroatiens Präsident des kroatischen Sabor im Gespräch mit Fasslabend und Einem

Wien (PK) – Österreich sei an einem baldigen Beitritt Kroatiens zur Europäischen Union interessiert. Das bekräftigten heute die Abgeordneten Werner Fasslabend (V) und Caspar Einem (S)
anlässlich eines Gesprächs mit einer Delegation des kroatischen Parlaments, des Sabor, unter der Leitung seines Präsidenten Vladimir Seks. Die Gäste halten sich zu einem eintägigen offiziellen Besuch in Österreich auf und werden auch mit Nationalratspräsident Andreas Khol und Bundespräsident Heinz Fischer zusammentreffen.

Der Wunsch, Kroatien in absehbarer Zeit als Mitglied der Europäischen Union begrüßen zu dürfen, entspringe nicht nur alter Verbundenheit mit diesem Land, sondern fuße auch auf der
Tatsache, dass Kroatien eine wichtige Rolle für die
Stabilisierung der Balkan-Länder inne habe, sagte Werner Fasslabend. Dies sei auch eine europäische Aufgabe. Beide Seiten betonten, den Informationsaustausch auf parlamentarischer Ebene, insbesondere während des Integrationsprozesses, weiter intensivieren zu wollen.

Die kroatischen Gäste zeigten sich vor allem an den Erfahrungen Österreichs im Vorfeld des EU-Beitritts interessiert, zumal Kroatien an einer Kommunikationsstrategie gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern arbeite. In der Bevölkerung gebe es eine gewisse Skepsis, sagte Seks. Besonders groß seien die Sorgen innerhalb der Landwirtschaft und in Bezug auf den Grundverkehr. Viele Menschen in Kroatien befürchten auch eine Gefährdung der traditionellen Werte. Präsident Seks erläuterte, derzeit werde
die kroatische Gesetzgebung mit der Vereinbarkeit mit dem europäischen Rechtsbestand geprüft, 176 Gesetze seien bereits angepasst, für 12 Kapitel sei die Screening-Phase eröffnet
worden.

Angesprochen auf bilaterale Probleme mit Slowenien, insbesondere
was den Meereszugang von Slowenien betrifft, hielten Präsident
Seks sowie Nikola Mak, der Leiter der Kroatisch-österreichischen Freundschaftsgruppe im Kroatischen Parlament, fest, dass seitens ihres Landes größtes Interesse an gut nachbarschaftlichen Beziehungen mit Slowenien bestehe und man vorschlage, ein internationales Schiedsgericht über die Grenzziehung befinden zu lassen. (Fortsetzung)

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