Jugendliche werden für die Zukunft fit gemacht

VAEB unterstützt Gesundheitstag in Knittelfeld am 4. Mai 2006

Wien (OTS) - Die Rosegger Hauptschule in Knittelfeld veranstaltet
im Rahmen des über drei Schuljahre laufenden Gesundheitsprojektes "Fit for the Future" am 4. Mai 2006 ab 8 Uhr in der Hauptschule selbst und im Kulturhaus einen Gesundheitstag. Schwerpunkte sind gesundes Essen und richtige Ernährung, als Motto des Gesundheitstages wurde "Knittelfeld - süß, scharf und würzig" gewählt. Zielgruppe sind neben den eigenen Schülern auch Jugendliche und deren Eltern aus der gesamten Region. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB) und vom Fond Gesundes Österreich.

Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist für die internationale Gesundheitsförderung zu einem vorrangigen Thema geworden, nachdem eine regelmäßig in 35 europäischen Ländern durchgeführte Befragung von Schulkindern etliche Probleme aufgezeigt hat. Die Health Behaviour of Schoolaged Children Study (HBSC) zeigt für die österreichischen Schulkinder im Alter zwischen 11 und 15 Jahren, dass ein Viertel bis ein Drittel regelmäßig an Kopfschmerzen, Gereiztheit, Nervosität, Schlafstörungen, Müdigkeit und Erschöpfung leidet. Die durchschnittliche Lebenszufriedenheit der österreichischen Schüler liegt bei 7,9 auf einer Skala von null bis zehn.

"Mit zunehmendem Alter werden alle gesundheitsbezogenen Werte schlechter, mit dem Einsetzen der Pubertät entsteht regelrecht ein Gesundheitsloch. Weiters weisen Mädchen bei allen Indikatoren schlechtere Werte auf als Knaben", sagt Beate Atzler, die von Seiten der VAEB für das schulische Gesundheitsprojekt "Fit for the Future" verantwortlich ist. "Beim Rauchen hat sich innerhalb der letzten fünf Jahre nichts verändert, noch immer rauchen bei den 15-Jährigen 25 Prozent der Mädchen und 20 Prozent der Knaben. Mädchen sind in allen Altersgruppen weniger körperlich aktiv, wobei beide Geschlechter mit zunehmendem Alter seltener Bewegung machen. Sitzende Tätigkeiten wie Fernsehen oder mit dem Computer spielen nehmen mit dem Alter zu." Nicht viel besser sieht es mit den Essgewohnheiten von Schülern aus:
Nur ein Drittel der Schulkinder bekommt immer drei richtige Mahlzeiten pro Tag. Gemüse wird nur von rund 16 Prozent gegessen, das ist eine klare Minderheit. Deutlich mehr Jugendliche essen täglich Süßigkeiten oder trinken gezuckerte Limonaden.

"Diese Informationen aus der HBSC-Studie und die Beobachtungen von Lehrern und Gesundheitsexperten zeigen, wie notwendig umfassende schulische Gesundheits- und Vorbeugemaßnahmen sind. Als Sozialversicherungsträger unterstützen wir derartige Projekte deswegen sehr gerne, weil wir bereits die jungen Menschen auf den Weg zu einem gesunden Leben als Erwachsene bringen wollen", sagt Heinrich Knapp, Obmann der VAEB. Gestartet wurde das von der VAEB betreute Gesundheitsförderungsprojekt "Fit for the Future" im April 2004 mit einer Fragebogenerhebung an der Rosegger Hauptschule in Knittelfeld und der Festlegung von Schwerpunktthemen. Die Ergebnisse der Fragebogenaktion wurden den Lehrern, Eltern und Schülern vermittelt und haben die Basis für die weitere Projektplanung gebildet. Standen im ersten Jahr des Projektes Themen wie Bewegung in den 1. und 2. Klassen sowie Liebe und Sexualität in den 3. und 4. Klassen im Vordergrund, wurde für das zweite Jahr Essen und Ernährung gewählt. Im letzten Jahr des Projektes "Fit for the Future" - dem Schuljahr 2006/2007 - werden Suchtprophylaxe und Tabakprävention thematisiert werden.

"Die Befragung zum Thema dieses Schuljahres hat gezeigt, dass es um das Wissen um gesunde Ernährung nicht schlecht bestellt ist, die tatsächlichen Essgewohnheiten sehen aber anders aus. Probleme mit dem Gewicht und der Gesundheit sind durchaus abzusehen", sagt Atzler. "Der Gesundheitstag am 4. Mai soll dazu beitragen, das Bewusstsein für richtige Ernährung zu schärfen und dann auch gesünder zu essen." Das Programm des Gesundheitstages wird im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft werden. Schüler der Rosegger Hauptschule werden in einer Art kulinarischer Weltreise mit Unterstützung von Großküchen und Kochprofis gesunde Kost aus verschiedenen Ländern und Regionen anbieten. Ernährungsberatung, medizinische Untersuchungen und ein Ernährungskabarett werden das Programm abrunden.

Die VAEB ist im Rahmen der 61. ASVG-Novelle Anfang 2005 durch die Zusammenlegung zweier berufsständischer und traditionsreicher Sozialversicherungsträger entstanden, nämlich der Versicherungsanstalt der österreichischen Eisenbahnen und der Versicherungsanstalt des österreichischen Bergbaus. Die VAEB betreut bundesweit rund 290.000 Anspruchsberechtigte, davon knapp 50.000 aus dem Bereich Bergbau, und ist für die Kranken- und Pensionsversicherung und für die Eisenbahnbediensteten auch für die Unfallversicherung zuständig.

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