Neues Volksblatt: "Arbeit morgen" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 21. Februar 2006

Linz (OTS) - Ein neuer Realismus: Über 60 Prozent der jungen Menschen geben in einer, freilich nicht repräsentativen, Internet-Umfrage im Jugendportal des Sozialministeriums an, dass sie in ihrem Leben mit Phasen der Arbeitslosigkeit rechnen - und dass auch gute Ausbildung heute keine Job-Garantie bedeutet. Tatsächlich: Die Lebensstellungen in einer Firma, die für ihre Großeltern noch selbstverständlich waren, sind Vergangenheit. Und der Arbeitsmarkt ändert sich weiter: Wo heute noch Arbeitslosigkeit drückt, ist mittel- bis langfristig bereits ein Mangel an Arbeitskräften absehbar. Das ist kein Freibrief, sich nicht bestmöglich zu qualifizieren. Die Wahl der richtigen (nicht nur einer guten) Ausbildung und die Bereitschaft zur Weiterbildung werden trotzdem weiter an Bedeutung zunehmen. Und Firmen werden sich überlegen müssen, wie sie heute von ihnen oft als teure und lästige Anhängsel empfundene ältere Mitarbeiter bestmöglich im Betrieb halten können. Das alles sind Fragen, die schon heute zu Weichenstellungen und Bewußtseinsbildungen auffordern. Plumpe Polemiken im Vorfeld einer NR-Wahl wirken da nur kontraproduktiv.

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