IT-Trends 2006 in Österreich : Budgets steigen, IT-Infrastruktur und EAI verlieren an Bedeutung - Fertigungstiefe in der hauseigenen IT wird geringfügig abnehmen

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Wien (OTS) - In Sachen IT-Budgets weicht die Skepsis einer leicht positiven Stimmung: Für dieses und die nächsten Jahre erwarten die IT-Leiter österreichischer Unternehmen im Vergleich zu 2005 mehrheitlich steigende, zumindest aber gleich bleibende Budgets (2006 - 2008: ca. 40 Prozent, gleich ca. 16 Prozent, weniger ca. 24 Prozent). Bei den wichtigsten Themen steht wie in den vergangenen Jahren die Sicherheit an erster Stelle vor Enterprise Resource Planning (ERP) und Harmonisierung der IT-Systeme (im Vorjahr Platz drei). Aufsteiger von Platz acht auf nun Platz drei ist das Thema Business Intelligence. Platz vier nimmt IT-Infrastruktur ein. An der Umfrage nahmen IT-Verantwortliche aus 35 österreichischen Unternehmen mit einem Umsatz von grösstenteils mehr als 100 Millionen Euro teil (Schweiz 26 Unternehmen, Deutschland 98 Unternehmen).

"Es wird wieder gezielt investiert. Zwar ist das Thema Sparen noch nicht vom Tisch, aber Kostensenkungen werden differenzierter betrachtet als im Vorjahr," erklärt DI Bernd Bugelnig, Leiter Technology Services bei Capgemini, "IT darf wieder etwas kosten -vorausgesetzt sie schafft Mehrwert," betont Bugelnig weiter.

Industrialisierung der IT nimmt zu

In der Automobilindustrie ist es durchaus üblich, nur noch einen Eigenfertigungsanteil von 30 bis 40 Prozent zu haben. Die Autokonzerne stellen stattdessen verstärkt Plattformen zur Verfügung und kümmern sich um Design und Markenpflege. Die IT-Leiter wurden gefragt, ob ihre Abteilung in Zukunft eine ähnliche Rolle einnehmen wird: Insgesamt fast drei Viertel der österreichischen IT-Leiter (79 Prozent) stimmten dieser Aussage zu. Der Anteil derjenigen, die sie sogar als absolut zutreffend bezeichnet, ist mit 30 Prozent sehr hoch. Mit dieser Ansicht sind die österreichischen ihren deutschen Kollegen in Sachen Industrialisierung voraus. Unter ihnen stufen nur 17 Prozent diese Aussage als absolut zutreffend ein, insgesamt rechnen aber ebenfalls 70 Prozent mit der Veränderung ihrer Rolle. Derzeit sind die Fertigungstiefen in beiden Ländern unterschiedlich hoch. Während in Österreich mehr Software von externen Dienstleistern entwickelt und der Betrieb, die Wartung und die Pflege der Infrastruktur häufiger ausgelagert wird als in Deutschland, ist das Application Management ein Service, das in Österreich seltener an einen Outsourcer übertragen wird. Allerdings prognostizieren auch die Studienteilnehmer aus Österreich und Deutschland unisono, dass die Fertigungstiefe noch weiter abnehmen wird. "Service-orientierte Architekturen und Webservices werden dem Prozess auf jeden Fall Vorschub leisten", so Bernd Bugelnig.

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