ÖGJ-Eder: 71.000 arbeitslose Jugendliche brauchen vor allem Ausbildungs- und Arbeitsplätze

Berufskunde an allen Schultypen unterrichten - Jugendlichen fehlen wesentliche Informationen über Arbeitsrecht

Wien (ÖGJ/ÖGB) - "Mehr und bessere Berufsberatung für Jugendliche ist zwar sicher wünschenswert. Die Bundesregierung sollte sich aber vorrangig darum kümmern, für die Jugendlichen ausreichend Lehrstellen und Arbeitsplätze zu schaffen", sagt der Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Eder, zu den heutigen Ankündigungen von Jugendministerin Ursula Haubner.++++

Verstärkte Berufsinformationen an allen Schultypen fordert die ÖGJ schon seit langem. Dazu gehören auch arbeitsrechtliche Grundinformationen. "Viele Jugendliche haben bei ihrem Einstieg ins Arbeitsleben oder bei einem Ferienjob keine Ahnung über ihre Rechte und Pflichten, egal ob es um Überstunden, um den Urlaubsanspruch oder das Recht auf einen Jugendvertrauensrat oder Betriebsrat geht. Daher sollte Berufskunde in die Lehrpläne aller Schultypen aufgenommen werden", fordert Eder.

Noch weit dringlicher ist aber, dass wieder allen Jugendlichen die Chance auf Ausbildung und Arbeit gegeben wird. 49.940 Jugendliche waren Ende Jänner beim AMS als Arbeit suchend registriert (um 1.100 oder 2,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor), dazu kommen noch 21.197, die in Lehrgängen oder Schulungen untergebracht sind und ebenfalls Arbeit in einem Betrieb suchen. Somit waren im Jänner 71.137 Jugendliche auf der Suche nach Arbeit. "Für diese Jugendlichen Lehr-und Arbeitsplätze zu schaffen muss das Hauptanliegen der Politik sein", so der ÖGJ-Vorsitzende abschließend. (fk)

ÖGB, 20. Februar
2006
Nr. 105

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