Aviso - Dienstag, 21. Februar: Staatsarchiv-Ausstellung über gigantische Hungersnot in der Ukraine 1932/33

Wien (SPW) - An einer der größten Katastrophen der europäischen Geschichte erinnert eine Ausstellung, die am Dienstag, 21. Februar 2006 im Österreichischen Staatsarchiv eröffnet wird. Schirmherr der Ausstellung, Bundesminister a.D. Rudolf Edlinger, zugleich Präsident der Österreichisch-Ukrainischen Gesellschaft: "Dieser Hungersnot fielen 11 Millionen Menschen zum Opfer. Sie ist bis heute ein weißer Fleck in der Geschichte Europas geblieben und es ist Zeit, diesen endlich aufzuarbeiten".****

11 Millionen Menschen mussten in den Jahren 1932 und 1933 in der Ukraine sterben, obwohl das Land die Kornkammer der Sowjetunion war. Historiker sind sich weitgehend einig, dass diese Hungersnot politisch verursacht wurde, weil sich die Ukrainer der Kollektivierung der Landwirtschaft entgegenstellten und für die Unabhängigkeit ihres Landes eintraten. Getreidezwanglieferungen und Beschlagnahmen führten zu einer katastrophalen Versorgungslage. 11 Millionen Menschen verhungerten und wurden erschossen, Millionen weitere deportiert. Die Hungersnot war während der Sowjetzeit tabu. Da ausländische Journalisten nicht in die Ukraine reisen durften, blieb das wahre Ausmaß der Katastrophe lange unklar und bis heute ein "weißer Fleck" in der Geschichte Europas.

Die Ausstellung wird gemeinsam vom Österreichischen Staatsarchiv, der Österreichisch Ukrainische Gesellschaft und die Ukrainische Botschaft organisiert. (Schluss)

Hinweis für die Medien:
Eröffnung der Ausstellung am
Dienstag, dem 21. Februar, 17 Uhr
Österreichisches Staatsarchiv
1010 Wien, Minoritenplatz 1

Weitere Informationen beim Österreichischen Staatsarchiv
Fr. Michaela Follner
Tel. 79540-116

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