Heinzl: Wird es in Österreich bald kälter und finsterer?

Energiepoltische Vorsorge der Regierung bei Strom und Gas steckt in der Krise

St. Pölten, (SPI) - Seit der vollen Liberalisierung der Märkte für die leitungsgebundenen Energieträger Strom und Erdgas befindet sich die österreichische Stromwirtschaft auf einem kritischen Kurs. Insbesondere die beschränkten Transportkapazitäten für Strom zwischen dem Donauraum, wo sich starke Kraftwerkskapazitäten befinden, und dem Süden Österreichs, wo der Spitzenverbrauch die vorhandenen Kraftwerkskapazitäten übersteigt, erfordern neben Energieeinsparungsmaßnahmen den Erhalt und den Ausbau von Kraftwerkskapazitäten in der Steiermark und in Kärnten. ****

"In Amerika brechen beinahe wöchentlich Stromnetze zusammen, die Folge sind Blackouts mit massiven Schäden für die Bevölkerung und die Wirtschaft. Die Gasverknappung durch die Krise zwischen Russland und der Ukraine sowie so manche "Fast-Stromnetzzusammenbrüche" bei uns haben gezeigt, dass Österreich sich nicht isoliert betrachten kann. Die Bundesregierung tut aber nichts, um diesen energiepolitischen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen. Weder gibt es Investitionen in die Verbesserung des Leitungsnetzes, noch Bemühungen um neue Partner in der Energieversorgung", nimmt der St. Pöltner SPÖ-Nationalrat Anton Heinzl diese "Vogel-Strauß-Politik" der Bundesregierung zum Anlass, um von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein Auskunft über die Planungen der Bundesregierung zur Sicherung der Energieversorgung Österreichs zu erhalten.

"Immer wieder wird von geplanten Kraftwerksstilllegungen berichtet, was die Situation noch verschärfen könnte. Der Ausbau des Stromnetzes wird seit Jahren verschleppt, von Neubauten umweltfreundlicher Wasserkraftwerke ist überhaupt keine Rede mehr. "Dabei wären neue Investitionen in neue Kraftwerkskapazitäten nicht nur zur Sicherung der Versorgung wichtig, auch würden dringend benötigte neue Arbeitsplätze geschaffen und die Wirtschaft bekäme Aufträge. Zusätzlich sollte die Regierung im Bereich der Gaswirtschaft dringendst auch neue Partner finden. Die jüngsten Vorfälle beim russischen Gas zeigen, dass es nicht sinnvoll ist, von einem, zumindest politisch labilen, Partner abhängig zu sein", so Heinzl abschließend.
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