Don´t go a_way, find a_way!

Notschlafstelle für Jugendliche der Caritas der Erzdiözese Wien - im Auftrag der MAG ELF und des Fonds Soziales Wien eröffnet

Wien (OTS) - a_way ist eine niederschwellige Notschlafstelle für obdachlose Jugendliche in Wien, vor allem für die Altersgruppe zwischen 14 und 18 Jahren. Sie befindet sich am Wiener Westbahnhof, in den Räumen des ehemaligen Bahnhofsozialdienstes der Caritas Wien. Somit liegt sie an einem gut erreichbaren Verkehrsknotenpunkt. a_way hat täglich - auch am Wochenende - von 19.00 bis 9.00 Uhr geöffnet. Die neue Notschlafstelle für Jugendliche ist ein Projekt der Caritas der Erzdiözese Wien und der Stadt Wien.

"Mit der neuen Jugendnotschlafstelle erweitern wir in Wien das Netzwerk an Betreuungseinrichtungen für spezielle Zielgruppen, die sich in einer sozialen Notlage befinden. Das Ziel der Wiener Sozialpolitik ist, dass jede und jeder die individuelle Unterstützung bekommt, die sie oder er braucht - auch und vor allem junge Jugendliche", so Stadträtin Mag.a Renate Brauner. Auch Jugendstadträtin Grete Laska begrüßt die neue Einrichtung: "Die Notschlafstelle für Jugendliche ist - vor allem aufgrund ihrer Niederschwelligkeit - eine hervorragende Ergänzung zum bereits bestehenden Betreuungsangebot der MAG ELF", betont sei. "Durch eine Vernetzung mit bereits bestehenden Angeboten, wie etwa Streetworker, Krisenzentren etc. kann somit die Zielgruppe noch besser erreicht werden."****

Stabilisierung der Lebensumstände

a_way steht Jugendlichen ohne alternativen Schlafplatz offen. Pro Nacht können hier zehn Jugendliche beiderlei Geschlechts in zwei getrennten Schlafräumen zu vier bzw. sechs Betten nächtigen. Für akute Krisenfälle in der Nacht stehen zwei weitere Notbetten zur Verfügung. Mädchen werden bei Bedarf bevorzugt aufgenommen. "a_way schließt als niederschwellige Unterkunft eine Lücke im Versorgungsangebot für Jugendliche in Krisensituationen in Wien", sagt Caritasdirektor Michael Landau. Der Bogen der potenziellen NächtigerInnen ist breit gespannt. "Es wird eine große Herausforderung darstellen, für alle Betroffenen einen individuell stimmigen Zugang zu ermöglichen."

Vorrangig geht es a_way um die Gewährung einer materiellen Basisversorgung: "Wir wollen damit verhindern, dass die Jugendlichen in manifeste Wohnungslosigkeit und soziale Isolation abrutschen. Längerfristig soll durch die Betreuung eine Stabilisierung der Lebensumstände und eine Überführung in höherschwellige Betreuungseinrichtungen erreicht werden", erläutert der Caritasdirektor.

"Gerade junge Jugendliche, die keine geordneten Wohn- und Schlafmöglichkeiten haben, geraten sehr leicht in Schwierigkeiten und sind noch stärker in Gefahr, ins Sucht- und Drogenmilieu abzurutschen. Hier anzusetzen ist mir besonders wichtig. Mit a_way setzen wir also auch eine weitere wichtige Maßnahme im Zuge unseres Präventionsschwerpunktes in der Wiener Drogenpolitik", ergänzt Brauner.

Beratung und Krisenintervention

a_way öffnet jeden Tag um 19.00 Uhr. Die NächtigerInnen haben nach dem Aufnahmegespräch die Möglichkeit zu duschen, Wäsche zu waschen, aber auch, sich beraten zu lassen. Während der gesamten Öffnungszeit stehen zwei diplomierte SozialarbeiterInnen zur Verfügung.

"Wir verstehen uns nicht nur als Quartiergeber für eine Nacht, sondern auch als Beratungs- und Betreuungsstelle für die Jugendlichen, die zu uns kommen", erläutert Landau.

Das Angebot umfasst eine sozialarbeiterische (Erst-)Anamnese und Abklärung der psychosozialen Situation, Beratung, Krisenintervention, Hilfe bei alters- und geschlechtsspezifischen Problemen, usw. sowie Informationen über und Vermittlung zu weiterführenden Angeboten (z. B. MAG 11, Drogenberatungsstellen, AMS, Therapie - und Gesundheitseinrichtungen, usw.)

Grundsätze der Betreuung: Anonymität, Freiwilligkeit, Parteilichkeit

Die Angebote von a_way können absolut anonym in Anspruch genommen werden. Im Focus stehen hier die schutzbedürftigen Minderjährigen und deren Lebenssituation. Die Jugendlichen werden in ihrer momentanen Lage akzeptiert und mit ihren Wünschen und Bedürfnissen wahr- und ernst genommen. (Schluss) bed/spe/hir

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag.a Doris Becker
Pressesprecherin der Caritas Erzdiözese Wien
Tel. 01/878 12-221
Mobil: 0664/848 26 18
dbecker@caritas-wien.at
Monika Sperber
Mediensprecherin Vizebürgermeisterin Grete Laska
Tel.01/4000-81848
Mobil: 0664/1507253
spe@gjs.magwien.gv.at
Mag. Stefan Hirsch
Mediensprecher Stadträtin Mag.a Renate Brauner
Tel. 01/4000-81231
Mobil; 0664/431 10 13
hir@ggs.magwien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0010