Glawischnig: Kritik an Atomplänen von US-Präsident Bush - EU-Ratsvorsitz muss Thema einbringen

Energiepolitik soll Thema auf EU-USA-Gipfel in Wien werden

Wien (OTS) - "Wenn US-Präsident Bush in den USA neue
Atomkraftwerke bauen lassen will, so ist das zwar eine bedauerliche energiepolitische Fehlentscheidung aber von Europa aus schwer beeinflussbar. Dass Bush aber mit Staaten wie Russland, Großbritannien oder Frankreich eine Initiative für den weltweiten Ausbau der Atomkraft vor allem in Entwicklungsländern starten will geht eindeutig zu weit", kritisiert Eva Glawischnig, stv. Bundes- und Umweltsprecherin der Grünen, die eine offizielle Reaktion des österreichischen EU-Ratsvorsitzes auf die grotesken Pläne von Bush erwartet.

"Abgesehen davon dass Atomkraft keine saubere und billige Energiequelle und keine geeignete Strategie für den Klimaschutz ist -wie Bush fälschlich behauptet - würde Bushs Vorschlag die Entwicklungsländer nur in noch größere Abhängigkeit der Industriestaaten treiben", so Glawischnig, und weiter: "Viel sinnvoller ist es, Entwicklungsländer beim Aufbau einer unabhängigen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien zu unterstützen."

Glawischnig schlägt vor, die Zukunft der globalen Energieversorgung auf die Tagesordnung des EU-USA-Gipfels im Juni in Wien zu setzen. "Weder Erdöl noch Atomkraft können die weltweite Energieversorgung im 21. Jahrhundert sicherstellen. BK Schüssel muss als EU-Vorsitzender die Gelegenheit nutzen, um im Juni mit den USA über umweltverträgliche und sichere Alternativen zu diskutieren", so Glawischnig. Bush hatte sich gestern in einer Radioansprache dafür ausgesprochen, dass die USA und andere Atommächte Entwicklungsländern Reaktoren bereitstellen und atomaren Brennstoff leihen sollten.

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