Broukal: Kritik an Prölls "autoritärem Freund-Feind-Schema ohne Sachargumente"

Pröll stößt Wissenschafter wieder einmal vor den Kopf

Wien (SK) - "Nach dem heutigen Auftritt von Landeshauptmann Pröll ist einmal mehr klar, warum sich die namhaftesten Wissenschafter bei der Gugging-Entscheidung düpiert gefühlt und aus dem Projekt zurückgezogen haben", so SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal zur heutigen ORF-"Pressestunde". "Wie Pröll in arroganter Weise alle Sachargumente vom Tisch wischt, Kritiker taxfrei zu - wörtlich -'Feinden' erklärt und das ganze Thema verpolitisiert, ist unerträglich. Man hat den Eindruck, Pröll würde die Elite-Uni am liebsten ohne die 'lästigen' Wissenschafter betreiben", so Broukal am Sonntag. ****

Dass nicht nur die Verantwortlichen des Elite-Uni-Projektteams wie Zeilinger und Schuster, sondern auch 39 österreichische Top-Auslandsforscher und die Wittgenstein-Preisträger die Gugging-Entscheidung kritisiert haben, scheine für den Landeshauptmann belanglos zu sein. Und Broukal erinnerte daran, dass Pröll den geistigen Vater des Projektes, Anton Zeilinger, schon einmal einen "wankelmütigen Professor" und die Kritiker-Argumente "Stumpfsinn" genannt hat. "Mit dieser Art hat Pröll wesentlich dazu beigetragen, dass das Projekt Elite-Uni schon jetzt ein Rohrkrepierer ist; denn eine Elite-Uni lebt nicht von schönen Campus-Gebäuden, sondern von den besten Köpfen. Und diese hat der niederösterreichische Landeshauptmann heute auf ein Neues vor den Kopf gestoßen", so Broukal. Die SPÖ wolle jedenfalls eine Lösung mit den Wissenschaftern, "nicht gegen sie", so Broukal abschließend. (Schluss) ah

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