Bäcker wehren sich gegen Ungleichbehandlung

Bundesinnungsmeister Hofmann: "Wiener Förderung für Anker ist ein Schlag ins Gesicht der österreichischen Bäcker!"

Wien (PWK091) - "Die öffentliche Ankündigung der Stadt Wien, der Firma Anker einen quasi schlüs-selfertigen Betrieb samt Grundstück vorzufinanzieren, ist eine beispielslose Wett-bewerbsverzerrung. Jenem Betrieb, der seit Jahren Verluste schreibt und sicherlich mehr als 1.000 Arbeitnehmer abgebaut hat, werden Steuermillionen nachgewor-fen", kritisiert Heinz Hofmann, Bundesinnungsmeister der rund 1.900 österreichi-schen Bäcker.

"Durch diese krasse Einzelförderung werden gesunde, aktive Bäckerbetriebe im Wettbewerb benachteiligt, da sie zu ungleichen Bedingungen am heiß umkämpften Backwarenmarkt auftreten müssen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Arbeits-plätze durch Fördermillionen allein nicht dauerhaft erhalten werden können. Im Gegenteil - solche Aktionen können Arbeitsplätze in den Konkurrenzbetrieben ge-fährden", unterstreicht Hofmann.

600 Arbeitsplätzen bei Anker stehen rund 21.000 Arbeitsplätze in den gewerblichen Bäckereien gegenüber. Für viele Kollegen, so der Bundesinnungsmeister, sei die Begründung der Stadt Wien, mit dieser Förderung Anker in Wien zu halten, nicht überzeugend. Eine Belieferung der zahlreichen Anker-Filialen erfordere ohnehin aus Kostengründen einen Produktionsbetrieb in Wien oder in unmittelbarster Nähe der Bundeshauptstadt, erläutert Hofmann.

Die Bundesinnung der Bäcker bejaht eine Wirtschaftsförderung, jedoch nicht mit ungleichen Maßstäben. "Sollte die Förderung in der angekündigten Form tatsächlich weiterverfolgt werden, so wird die Bundesinnung der Bäcker rechtliche Schritte, insbesondere im Wettbewerbsrecht, gegen diese eklatante Ungleichbehandlung prüfen", kündigt Bundesinnungsmeister Hofmann an. (hp)

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