Geflügelpest: Rauch-Kallat erweitert Risikogebiet mit Stallpflicht

Verordnung über erweiterte Stallpflicht tritt um 00.00 Uhr in Kraft - Bei viertem Schwan aus der steirischen Schutzzone H5N1 bestätigt

Wien (OTS) - Als weitere Vorsichtsmaßnahmen haben die Verterinärmediziner im Gesundheitsministerium das bereits bestehende Risikogebiet in Rücksprache mit den Bundesländern ausgeweitet. Gemäß des von der Gesundheitsministerin bereits verlautbarten Stufenplans und unter Berücksichtigung des epidemiologischen Risikos werden die Risikogebiete ausgeweitet. Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat hat diesbezüglich heute, Freitag, eine Verordnung unterschrieben, die Samstag, 18. Februar 2006 um 00.00 Uhr, in Kraft tritt. Weiters gibt das Gesundheitsministerium bekannt, dass bei einem vierten Schwan aus dem Stausee Mellach das Virus H5N1 vom AGES-Labor in Mödling nachgewiesen werden konnte.

Unter Berücksichtigung von Flussläufen und Seeufern und unter Einbeziehung der Dichte des Hausgeflügelbestands in den Regionen und der geographischen Ausrichtung von H5N1-Viren (Orte an denen Fälle aufgetreten sind, bis dato nur im Stausee Mellach) in der Wildgeflügelpopulation, wurden die Risikogebiete erweitert. Die Graphiken zur Geflügeldichte sowie zur Ausweitung der Risikogebiete und die neue Verordnung sind unter www.bmgf.gv.at und www.ages.at zu finden. Die konkrete Verordnung liegt als Anhang dieser OTS bei.

"Insgesamt wurden in dieser Woche 216 tote Vögel im AGES-Labor untesucht, davon waren nur diese vier Schwäne bis jetzt positiv. Besonders erfreulich ist, dass eingesandte Proben aus dem Raum Wien, Niederösterreich, Obersteiermark und Neusiedlersee negative Testergebenisse zeigten. Das verstärkt den Hinweis, dass wir bis jetzt nur im Raum Mellach das Auftreten von H5N1 in der Wildtierpopulation haben. Daher können wir derzeit ausschließen, dass das Virus außerhalb des Raums Mellach in Österreich irgendwo vorkommt", so Rauch-Kallat.

Wichtigste Maßnahmen im Risikogebiet:
1. Stallpflicht
2. Verstärkte Hygienemaßnahmen in den Geflügelbetrieben
3. Einsendung von tot aufgefundenen Wasservögeln
4. Anzeigepflicht und amtstierärztliche Überwachung sowie die Möglichkeit der behördlichen Untersagung von Tierausstellungen, Tierschauen und Tiermärkten

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