SP-Klubtagung in Rust - Sima: "Lebensqualität durch Hightech-Umweltschutz auch für nächste Generationen sichern"

Rust (SPW-K) - "Mit Hightech-Umweltschutz ist Wien fit fürs dritte Jahrtrausend", so eröffnete Umweltstadträtin Ulli Sima ihren heutigen Vortrag im Rahmen der SPÖ-Klubklausur in Rust. "In allen internationalen Rankings liegt Wien in Sachen Lebensqualität ganz vorne. Damit das auch für die künftigen Generationen garantiert ist, investiert Wien in Zukunftsprojekte wie die Biogasanlage, das Biomassekraftwerk, die Müllverbrennung Pfaffenau inklusive Fernwärmeauskoppelung und die Hauptkläranlage Wien im High-Tech-Umweltzentrum Wien", so Sima. Diese Projekte sind internationale Vorzeigeprojekte, zugleich sind sie auch Motor für die heimische Wirtschaft und schaffen Arbeitsplätze in Wien. Neben Hightech setzt Wien auch weiterhin auf klassischen Naturschutz und realisiert beispielsweise nach der bereits erfolgten Anerkennung durch die UNESCO im Wienerwald nun den größten Biosphärenpark Österreichs mit einer einzigartigen Kulturlandschaft mit großflächiger Vielfalt an Lebensräumen für Tier- und Pflanzenarten von internationaler Bedeutung.

MVA Pfaffenau - Fernwärme für 50 000 Haushalte

Nachdem laut Deponieverordnung künftig kein unbehandelter Abfall mehr deponiert werden darf, hat sich Wien für die thermische Verwertung von Restmüll entschieden. Durch Kraftwärmeauskoppelung wird in der Müllverbrennungsanlage Pfaffenau der hohe Wirkungsgrad von 76 % erreicht. In der MVA werden durch eine vierstufige Rauchgasreinigung höchste Umweltstandards umgesetzt, mit modernsten Filteranlagen erreicht die Anlage niedrigste Emissionswerte, die erlaubten Feinstaubgrenzwerte werden 90 % unter den gesetzlich erlaubten liegen. 50 000 Wiener Haushalte werden künftig mit Fernwärme aus der MVA Pfaffenau versorgt, die Inbetriebnahme erfolgt im Jahr 2008.

Biogasanlage: Saubere Energie aus dem Salatblatt

Die geplante Biogasanlage ist ein deutliches Signal für den Stellenwert der erneuerbaren Energien und damit für die Bedeutung des Klimaschutzes in Wien. Die Kapazität von 17 000 Tonnen biogener Abfälle jährlich in Phase 1 ermöglicht Wien den Einstieg in die Biogastechnologie. Ab 1. November 2006 darf Sautrank nicht mehr verfüttert werden, in der Biogasanlage wird daraus saubere Energie. Im Gegensatz zu allen andere Anlagen in der Umgebung von Wien wird das Produkt der Vergärung (der Kompost) in den bewährten Kreislauf zurückgeführt ohne das Grundwasser zu gefährden. In der Anlage kann ab November 2007 sowohl umweltfreundlicher Strom als auch Wärme erzeugt werden.

Zwtl. Größtes Wald-Biomassekraftwerk der Welt in Wien

Das Biomassekraftwerk in Simmering ist ein 52 Millionen Euro-Vorzeigeprojekt zur weiteren Steigerung der Lebensqualität in Wien. Es wird ab Mitte des Jahres 48 000 Haushalte mit Strom und 12 000 Haushalte mit Wärme versorgen, die geplante Leistung wird bei 62 MW liegen. Jährlich werden durch das weltweit größte Wald-Biomassekrafwerk 144 000 Tonnen CO2 eingespart. Um die ökologischen Vorteile des Biomassekraftwerks zu steigern, wurden bei der Dimensionierung höchste Technologiestandards berücksichtigt. Die Emissionen liegen weit unter den gsetzlich festgelegten Grenzwerten, bei Nox um - 50%, bei Staub um - 80%. Pro Jahr werden 190 000 Tonnen Wald-Biomasse verarbeitet. "Wien leistet mit diesem Kraftwerk einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung des Ökostromziels in Österreich", betont Sima. Die Inbetriebnahme erfolgt im Juni dieses Jahres.

Hauptkläranlage Wien: Herstück des Gewässeschutzes in Wien

Im Juni 2005 ging das Herzstück des Wiener Gewässerschtuz-Projekts in Betrieb, die erweiterte Hauptkläranlage in Wien-Simmering. Mit dem Bau von 15 zusätzlichen Reinigungslinien stieg die biologische Reinigungsleistung der modernsten Kläranlage Europas auf mehr als 95 %. Zentrales Element sind die 15 Nachklärbecken mit einem Durchmesser von jeweils 64 Metern.

"Wir werden die Lebensqualität in Wien auch künftig sowohl mit Hightech-Umweltschutz als auch dem klassichen Umwelt- und Naturschutz steigern. Wien stellt sich schon seit langem den Herausforderungen des 3. Jahrtausends und investiert konsequent in die Zukunft auch der nächsten Generationen", so Sima abschließend. (Schluss)

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