KHM muss für Kunstversicherung künftig nicht mehr bezahlen als vor dem Diebstahl der "Saliera"

Sicherheitsstandards des KHM entsprachen den marktüblichen Erfordernissen

Wien (OTS) - Das Kunsthistorische Museum dementiert die im Magazin Format vom 17. Februar 2006 behauptete Anpassung von Versicherungsprämien für Leihgaben. Auch entsprachen die Sicherheitsstandards des KHM den marktüblichen Erfordernissen.

Das KHM schloss für die Sammlungsbestände eine Versicherung für die Jahre 2001 und 2002 bei der Axa-Versicherung mit einer Gesamtversicherungssumme von 145,35 Millionen Euro und ab dem 1. Jänner 2003 bei der Uniqa-Versicherung mit einer Gesamtversicherungssumme von 72,67 Millionen Euro ab.
Die Prämien betrugen für 2001 und 2002 jeweils 91.000 Euro und ab dem 1. Jänner 2003 71.000 Euro. Der höchste versicherte Einzelwert wurde mit 36,34 Millionen Euro angegeben.

Dr. David Furtwängler, Generaldirektor der AXA Versicherung, bei der das KHM bis zum 31.12.2002 die Bestände versichert hatte, bestätigt in einem Brief vom 15. Juli 2003:

"Wir haben in diesem Zusammenhang alle den marktüblichen Erfordernissen entsprechenden Überprüfungen der Sicherheitsstandards des KHM regelmäßig durchgeführt und die Ergebnisse in sogenannten Facility Reports dokumentiert. Mängel in der Sicherheitstechnik, insbesondere beim Intrusionsschutz und bei der Organisation des Wachdienstes, sind uns dabei nicht aufgefallen."

Der Versicherungswechsel zum 1. Jänner 2003 erfolgte einzig und allein aufgrund der Konditionengestaltung unseres Versicherungsangebots, das preislich deutlich über den bis dahin geltenden Konditionen gelegen ist. Die UNIQA wiederum konnte aufgrund günstigerer Rückversicherungskonditionen einerseits und der Kenntnis unserer Facility Reports andererseits ein aus Sicht des KHM wirtschaftlich günstigeres Angebot legen, dem das KHM verständlicherweise gefolgt ist.

Die UNIQA wusste also über die Sicherheitsbedingungen im Kunsthistorischen Museum Bescheid und hat in der Folge einen Versicherungsvertrag mit dem KHM abgeschlossen.

Dieser wurde ausschließlich auf Empfehlung des Rechungshofes mit 1. Jänner 2004 gekündigt. Nach Ansicht des Rechnungshofes gilt für das KHM der Grundsatz der Nichtversicherung nach Bestimmungen des Bundeshaushaltsgesetzes. Das BMBWK hat das KHM in der Folge informiert, dass das Prinzip der Nichtversicherung für das Sammlungsgut vom BMF akzeptiert wurde.

Leihgaben für Sonderausstellungen werden auf Wunsch der Leihgeber selbstverständlich vom KHM weiterhin versichert, die Prämien sind seit dem Diebstahl der "Saliera" de facto nicht angestiegen.

Dass die Sicherheitsbedingungen des KHM auf einem internationalen Standard sind, beweisen auch die vielen hochkarätigen Leihgaben aus den bedeutendsten Museen der ganzen Welt, die das KHM laufend für Sonderausstellungen erhält.

Zum Beispiel verliehen die Galllerie dell’Accademia in Venedig Giorgiones weltberühmtes Bild "Das Gewitter" im Jahr 2004 an das KHM, dieses Bild wurde noch nie zuvor in das Ausland verliehen.
Über 300.000 Besucher sahen im KHM bis Ende Jänner 2006 eine ausschließlich aus Leihgaben zusammengestellte Sonderausstellung zum Werk von Francisco de Goya, darunter 11 Leihgaben aus dem Museo Nacional del Prado, dem Metropolitan Museum New York und von vielen spanischen Privatleihgebern, die ihre Gemälde zum Teil auch noch nie außerhalb Spaniens gezeigt haben.

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