Aks: Rauchverbot - vorbeugen statt verbieten!

Ausnahmen für LehrerInnen, Strafen für SchülerInnen - demokratische Regelung?

Wien (SK) - Bei den jetzt verhängten absoluten Rauchverboten an Österreichs Schulen befürchtet die Aktion kritischer SchülerInnen (aks), dass SchülerInnen zwar streng kontrolliert werden, für LehrerInnen aber Schlupflöcher gefunden werden. "Einerseits können LehrerInnen uneingeschränkt das Schulgebäude verlassen, um dort ihre Zigarette zu rauchen, andererseits können durch die Hausordnung, im Schulgemeinschaftsausschuss, Regelungen für LehrerInnen beschlossen werden. Ausnahmen für LehrerInnen zu bestimmen, während SchülerInnen einem absoluten Verbot unterliegen, spiegelt die Wertschätzung der in der Schule beteiligten Menschen wieder", so aks-Bundesvorsitzende Ingrid Gogl Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

SchülerInnen hätten laut der SchülerInnenorganisation schon lange mit der "Wertschöpfungskette" in der Schule zu kämpfen. "Den SchülerInnen jetzt offensichtlich unter die Nase zu reiben, dass sie weniger Wert sind als LehrerInnen, trägt in keinem Fall zu einem gleichberechtigten Miteinander in der Schule bei", so die SchülerInnenvertreterin weiter.

Auch der "Stresszigarette" steht die aks skeptisch gegenüber:
"Stresssituationen sind für jeden Menschen etwas anderes, für den einen ist es die Matura, für den anderen ist es die nächste Mathematikstunde. Die Forderung nach der "Stresszigarette" ist nur Ausdruck davon, dass das Rauchen durch das Rauchverbot nicht eingedämmt, sondern das Problem nur abgeschoben wird. Der Stress in der Schule kann und soll einerseits vermindert werden, andererseits müssen stattdessen alternative Wege gefunden werden, mit belastenden Situationen umzugehen", schließt Gogl. (Schluss) cs/mm

Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks Bundesvorsitzende) 0699/ 11 40 81 42

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